von unserem Mitarbeiter Lothar Weidner

Grub am Forst — Im dritten Anlauf hat der Gemeinderat den Haushalt 2015 beschlossen. Allerdings gab es zwei Gegenstimmen aus den Reihen der SPD. Günter Peinelt war vor allem die hohe Neuverschuldung ein Dorn im Auge.
Die Gemeinde Grub am Forst hat ohne Zweifel viel vor. Um die zahlreichen Investitionen zu finanzieren, reichen allerdings die Einnahmen bei weitem nicht aus. So ist eine eine Kreditaufnahme von 557 000 Euro vorgesehen. Getilgt werden gleichzeitig nur rund 278 000 Euro, was dazu führt, dass der Schuldenstand Ende des Jahres voraussichtlich auf rund 2,75 Millionen Euro ansteigt.
Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 951 Euro, der Landesdurchschnitt liegt bei 679 Euro.

Auch die Rücklagen schrumpfen

Weitere Einnahmen im Vermögenshaushalt sind Beiträge (283 000 Euro), Zuschüsse (470 000 Euro), die Entnahmen aus der Rücklage (469 000 Euro) und eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt (293 000 Euro).
Die Liste der Investitionen ist lang: 68 000 Euro für ein Ersatzfahrzeug der Feuerwehr Grub, 30 000 Euro für die Sanierung der Grundschule, 231 000 Euro für die Sanierung der Kanäle, 20 000 Euro für die Breitbandförderung und weitere 86 000 Euro für die Errichtung eines Regenüberlaufbeckens.

Teurer Straßenausbau

Der Ausbau der Coburger Straße verschlingt 650 000 Euro, wobei Beiträge und Zuwendungen von 340 000 Euro fließen werden. Für den dritten Bauabschnitt vom Bahnübergang bis zum Ortsende fallen nochmals 68 000 Euro an. Bei einer staatlichen Zuwendung von 180 000 Euro sind für den Neubau der Füllbachbrücke in Roth am Forst 325 000 Euro vorgesehen. Der Ausbau des Baugebietes "Am Steinig" kostet 80 000 Euro.
Die Befürworter der Kreditaufnahme argumentierten mit der sinkenden Gewerbesteuer und vor allem mit dem dringend notwendigen Ausbau der Ortsdurchfahrt. Der nämlich müsse innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen sein und biete die letztmalige Gelegenheit, die Füllbachbrücke bei Roth am Forst im Rahmen des Baues der B 303 zu erneuern.

Halbe Million Gewerbesteuer

Im Verwaltungshaushalt sind Gewerbesteuereinnahmen von 500 000 Euro prognostiziert. Die staatlichen Zuweisungen liegen bei insgesamt 2,22 Millionen Euro. An Zuweisungen für den Kindergarten werden 314 000 Euro erwartet, an Kanalgebühren 390 000 Euro, an Konzessionsabgaben 70 000 Euro und an Grundsteuer 33  000 Euro.

Eine Million bekommt der Kreis

Die Hauptausgaben im Verwaltungshaushalt sind die Schulumlagen (327 000 Euro), die Personalkostenzuschüsse an den Kindergarten (600 000 Euro), die VG-Umlage (530 000 Euro) und die Betriebskostenumlage an den Abwasserzweckverband (158 000 Euro).
Löhne und Gehälter schlagen mit 448 000 Euro zubuche, und eine runde Million Euro muss als Kreisumlage an den Landkreis überwiesen werden.