Sabine Memmel Die Polizeiinspektionen in Forchheim und Ebermannstadt haben ihre Unfallstatistik 2019 vorgestellt. Vor allem Wildunfälle nehmen zu. Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, ung...
Sabine Memmel Die Polizeiinspektionen in Forchheim und Ebermannstadt haben ihre Unfallstatistik 2019 vorgestellt. Vor allem Wildunfälle nehmen zu. Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren, ungenügender Sicherheitsabstand und Vorfahrtsverstöße - all das sind die häufigsten Unfallursachen in Stadt und Landkreis Forchheim, weiß Polizeihauptkommissar Matthias Düthorn von der Polizeiinspektion Forchheim.
Leichter Anstieg der Unfallzahlen
Insgesamt registrierte die Polizei in Forchheim und Ebermannstadt im Jahr 2019 3025 Unfälle in Stadt und Landkreis Forchheim (999 in der Stadt, 2026 im Landkreis). Dies bedeutet einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, da waren es noch 2926 Unfälle.
Von allen Verkehrsunfällen 2019 endeten sechs tödlich (2018: ebenfalls sechs). Schwer verletzt wurden 113 Personen (2018: 141), leicht verletzt 439 (2018: 423).
Die Verkehrsunfälle mit Sachschaden, die eine Anzeige zur Folge hatten, belaufen sich auf 730, davon 330 in Forchheim direkt. 2018 waren es noch 684.
Kleinunfälle mit Blechschaden, wie beispielsweise Auffahrunfälle, sind leicht gestiegen auf 1860 (2018: 1789). Alkoholunfälle zählten die beiden Polizeiinspektionen insgesamt 41, drei weniger als 2018. Tödlich endete keine Fahrt unter Alkohol.
Deutlich zugenommen haben laut Düthorn die Wildunfälle: "Das hebt sich ab und ist auch nicht zu unterschätzen. Die Sachschäden sind enorm." Waren es 2018 noch 861, waren es 2019 bereits 939.
Einen Unfallschwerpunkt können beide Inspektionen nicht feststellen. Häufig krache es laut Polizeihauptmeister Johannes Götz von der Polizeiinspektion Ebermannstadt auf Supermarktparkplätzen oder auch immer wieder an der "Dooser Kreuzung" bei Muggendorf. Auch Handy am Steuer sei oft nicht nachzuweisen. "Privat sehe ich das häufig. Im Dienstauto sehen uns aber die Leute meist zuerst und das Handy ist verschwunden", so Götz.