Die Zahl der Verkehrsunfälle im Dienstbereich der Polizeiinspektion Herzogenaurach ist im vergangenen Jahr gegenüber dem Jahr 2017 um 2,99 Prozent auf 1066 gestiegen. Das teilt Inspektionsleiter Wilhelm Wölfel mit.

In 60,5 Prozent aller Fälle handelt es sich um sogenannte Kleinunfälle, zu denen auch eine große Anzahl von Wildunfällen zählt. In 126 Fällen wurden Personen verletzt oder getötet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg von 11,5 Prozent. In zwei Fällen waren Verkehrstote zu beklagen. Es handelte sich dabei jeweils um einen Motorradfahrer.

Auf Zeugen angewiesen

Im Bereich der Verkehrsunfallfluchten gab es einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent auf 228 Fälle. Bei knapp jedem fünften Verkehrsunfall kam der Verursacher somit seinen gesetzlichen Pflichten nicht nach, seine Beteiligung am Unfall anzuzeigen. Bei der Aufklärung solcher Fälle ist die Polizei sehr stark auf Zeugen angewiesen. Aus polizeilicher Sicht ist es laut Pressebericht deshalb wünschenswert, dass in jedem Fall die Polizei kontaktiert wird, auch wenn man sich nicht sicher ist, ob ein Schaden entstanden ist oder nicht. Dies gelte sowohl für den vermeintlichen Unfallverursacher als auch für eventuelle Zeugen.

Die Zahl der Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol- und Drogeneinfluss eine Rolle spielten, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig von acht auf neun erhöht. Zu Schulwegunfällen kam es nur zweimal. Dabei wurden drei Kinder verletzt. In einem Fall wurde der Arm eines Mädchens in die Tür eines Busses eingeklemmt und im anderen Fall stürzten zwei Jungen mit ihren Fahrrädern, weil sie nebeneinander fuhren und dabei kollidierten. Alle drei wurden nur leicht verletzt. pol