Bei der Mitgliederversammlung des Unesco-Clubs Kulmbach-Plassenburg standen Neuwahlen an. Die gesamte bisherige Vorstandschaft mit Vorsitzendem Hartmut Schuberth an der Spitze wurde dabei einstimmig in ihrem Amt bestätigt.

Der Vorsitzende gab einen Rückblick über die umfangreiche Arbeit des Vereins in den vergangenen vier Jahren, wobei 2020 Corona alle Pläne durchkreuzt hatte. Schwerpunkte zuvor waren die Pflege der Freundschaft mit dem Unesco-Club in der Partnerstadt Bursa (Türkei), die seit 24 Jahren besteht. Sie zielt als wichtigstes Projekt auf die Revitalisierung eines historischen Fachwerkhauses im Welterbe-Dorf Cumalikizik bei Bursa ab.

Daneben unterstützt der Club die seit 36 Jahren möglichen Praktikantenaustausche zwischen dem Beruflichen Schulzentrum und der Tophane Schule in Bursa. Neben dem Austausch der Praktikanten fördert der Club auch ein Schulprojekt in Kisangara (Tansania).

Exkursion nach Straßurg

Daneben bietet der Club jährlich mehrtägige Exkursionen zu Welterbestätten im In- und Ausland an – zuletzt nach Straßburg im Elsass, zuvor nach Naumburg, Berlin/Potsdam sowie zu den Luther-Gedenkstätten in Eisenach und Wittenberg.

Landrat Klaus Peter Söllner (Freie Wähler) würdigte die langjährige erfolgreiche Arbeit des Clubs für Völkerverständigung und für die Bewahrung kultureller Schätze. Der Verein sei ein Etikett des Landkreises und seine Projekte müssten weitergeführt werden. Der Landrat rief OB Ingo Lehmann (SPD) dazu auf, bei nächster Gelegenheit mit in die Partnerstadt Bursa zu fahren.

Lehmann lobte die hervorragende Arbeit des Vereins, insbesondere das Bemühen um die Integration von Flüchtlingen. Er denke an eine Intensivierung der Städtepartnerschaft – eine Einladung nach Bursa nähme er gerne an und würde bei nächster Gelegenheit mitfahren.

Pläne für die Zukunft

Weiterhin wurde beschlossen, ein Bildungsprojekt im westafrikanischen Benin, das die Förderung der deutschen Sprache beinhaltet, zu unterstützen. Außerdem erhält der Verein ,Nepalhilfe‘ Mittel, die für Familien bestimmt sind, die durch die Pandemie besonders beeinträchtigt sind.

Als zukünftige Aktivitäten kündigte der Vorsitzende eine Tagesfahrt nach Waldsassen, eine Exkursion in die Welterbestadt Augsburg sowie eine Führung durch drei Markgrafenkirchen an. Im nächsten Jahr steht dann gemeinsam mit der Schule – und hoffentlich auch dem OB und dem Landrat – ein Besuch bei den Freunden in der Partnerstadt an. Geplant ist dort unter anderem eine Fotoausstellung über Kulmbach. red