Seit der Einweihung des Sportzentrums mit dem Neubau der Dreifelderturnhalle im Jahr 1984 arbeiten die Stadt und der TSV Münnerstadt Hand in Hand. Das zeigt sich besonders wieder bei der Generalsanierung der Mehrzweckhalle. Nach der ursprünglichen Planung wäre ausschließlich die Halle saniert worden, sonst nichts. Nun aber werden unter anderem auch die Tartanbahn, der Vorplatz und die Tribüne hergerichtet. Und dabei helfen die TSV-Mitglieder tatkräftig mit.

Nachdem die beiden Eingänge zu den Umkleidekabinen von der Tribüne und dem Sportfeld aus mit hergerichtet wurden, was ursprünglich nicht vorgesehen war, zeigte sich noch deutlicher, dass die Zuschauertribüne auch schon reichlich in die Jahre gekommen war. Diesen Part haben nun einige TSV-Mitglieder übernommen. Mit einem professionellen Dampfstrahler haben die Helfer in einem ersten Schritt die riesige Tribüne komplett gereinigt.Nun gab es einen weiteren Arbeitseinsatz, an dem Arnold Albert, Manfred Back, Franz Müller, Günter Scheuring, Rainer Schmittzeh, Michael Schwarz und Gerd Zeitler teilnahmen.

Platten neu verfugt

Durch den Hochdruckreiniger war auch der Split zwischen dem Steinpflaster auf dem Gehweg am Spielfeldrand herausgeschwemmt worden. Nun kehrten die Helfer neuen Split ein. Eine Mammutaufgabe haben die TSVler auch mit den Fugen zwischen den Platten der Tribüne zu erledigen. Schadhaftes Fugenmaterial wird entfernt und dann wird wieder neu verfugt, damit kein Wasser eindringen und Schaden anrichten kann. Anschließend werden die Platten und die Fugen mit einer Imprägnierschicht versehen, damit die Zuschauertribüne auch eine Weile in diesem Zustand bleibt.

Aber das ist noch nicht alles. "Die Spielerkabinen werden noch neu eingekleidet", sagt Günter Scheuring, einer der drei Vorsitzenden des TSV. Ziel war von Anfang an, dass sich mit der Einweihung der generalsanierten Mehrzweckhalle auch das Umfeld in einem ordentlichen Zustand zeigt. Bei der Stadtratssitzung am 20. September soll die Halle übergeben werden, allerdings erst einmal wegen Corona im kleinen Kreis. Bürgermeister Michael Kastl versichert, dass es noch eine richtig große Einweihung mit sportlichen und kulturellen Vorführungen geben wird, wenn das wieder möglich ist. Er hatte sich von Anfang an dafür stark gemacht, dass es nicht nur bei der Hallensanierung bleibt. So wird nun nach einem Stadtratsbeschluss die Tartanbahn hergerichtet. Die Arbeiten sollen bald beginnen, aber sie wird wohl nicht mit der Übergabe der Halle am 20. September fertig sein.

Eine Firma muss ran

Auch der Vorplatz, der ja ebenfalls nicht in der ursprünglichen Planung zur Sanierung vorgesehen war, weshalb die gesamte Barrierefreiheit der Halle nichts genutzt hätte, wird noch behindertengerecht neu gestaltet. Das ist allerdings besonders wegen der Regenwasserableitung gar nicht so einfach. "Es zeichnet sich ab, dass wir die Arbeiten an eine Firma vergeben", sagt der Bürgermeister dazu. Entsprechende Angebote seien bereits eingeholt worden. So wird der Vorplatz zu einem späteren Zeitpunkt fertig werden, weil ja derzeit auch noch die Baucontainer darauf stehen. Ein ordentlicher Zugang zur Halle werde aber jederzeit gewährleistet, so das Stadtoberhaupt. So werden die verschiedenen Baustellen zwar nicht gleichzeitig zur Hallenübergabe fertig, aber daran stört sich derzeit wohl niemand. Denn mit der Tartanbahn, dem Vorplatz und der Tribüne ist weit mehr saniert worden als ursprünglich vorgesehen. So bekommen Stadt und TSV wieder ein modernes Sportzentrum.