Für den Trinkwasserbezug müssen die Kupferberger Bürgerinnen und Bürger ab dem 1. Oktober 2016 stärker in die Tasche greifen. Aufgrund der Neukalkulation des VG-Kämmerers Harald Kleiber für die kommenden vier Jahre hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen, die Verbrauchsgebühren pro Kubikmeter des entnommen Wassers um 24 Cent von bisher 2,18 Euro auf neu 2,42 Euro anzuheben. Die Erhöhung tritt am 1. Oktober 2016 in Kraft. Zugrunde gelegt ist ein Verkauf von 38 000 Kubikmetern pro Jahr. Hauptgründe für den Preisanstieg sind die in den letzten Jahren enorm gestiegenen Unterhaltungskosten, wie beispielsweise die Reparatur von Rohrbrüchen, sowie eine Unterdeckung von rund 35 000 Euro aus dem zurückliegenden vierjährigen Kalkulationszeitraum. Um vier Euro von 26 auf 30 Euro steigt zudem die Grundgebühr von Wasserzählern mit Nenndurchfluss von sechs Kubikmetern in der Stunde. 35 Euro sind künftig für Zähler mit zehn bzw. 40 Euro über zehn Kubikmeter zu bezahlen. Die entsprechenden Ratsbeschlüsse erfolgten einstimmig. Ebenso einmütig wurde auch entsprechend die Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung der Stadt Kupferberg beschlossen.


Abwassergebühren stabil

Stabil bleiben hingegen die Einleitungsgebühren pro Kubikmeter Abwasser mit 2,16 Euro. Die geschätzte Einleitungsmenge beträgt 35 000 Kubikmeter Schmutzwasser jährlich. Kleiber gab bekannt, dass in dem zurückliegenden Vierjahreszeitraum eine Überdeckung von knapp 61 000 Euro entstanden ist, die den Anschlussnehmern jetzt in den nächsten vier Jahren zu erstatten sind. Bei der Vorberatung im Finanzausschuss kam man deshalb überein, dem Stadtrat zu empfehlen, den Abwasserpreis beizubehalten, dem die Gremiumsmitglieder einmütig beipflichteten.
Zur besseren Trinkwasserversorgung des Sonnenhanges, Ortsteiles Straßenwirtshaus und der Familie Weis ist die Errichtung einer Druckerhöhungsstation im Heimgarten erforderlich, wie bereits in der Julisitzung des Ratsgremiums deutlich wurde. Wie Bürgermeister Alfred Kolenda am Dienstag erklärte, werden voraussichtliche Kosten in Höhe von rund 90 000 Euro entstehen. Dafür ist der Erlass eines Nachtragshaushaltes in gleicher Höhe notwendig. Einstimmig erklärte sich der Stadtrat damit einverstanden.
Neu erlassen wurden vom Rat im Zusammenhang mit der Aufnahme von Wiesengräbern die Friedhofs- und Bestattungssatzung sowie die Friedhofsgebührensatzung der Stadt Kupferberg.
Keine Einwände hatten die Bürgermeister und Stadträte bezüglich des Bauantrages von Andreas Ott, Kupferberg, St.-Veit-Straße 18, auf Anbau eines Balkons an der Südseite des bestehenden Wohnhauses in der Länge von 4,50 und Breite von drei Metern. Angeschafft sind die weiteren acht Schwib- oder Lichterbögen mit Bergmannsmotiven (Kosten pro Stück rund 90 Euro), um auch die restlichen Fenster des Hospitalgebäudes in der kommenden Weihnachtszeit noch auszuleuchten.


Krabbelgruppe gegründet

Auf Initiative der Eltern wurde jetzt eine Krabbelgruppe ins Leben gerufen, für deren Treffs der Jugendraum im Spitalgebäude genutzt werden darf, genehmigte der Stadtrat einstimmig. Zweite Bürgermeisterin Doris Manz regte spontan eine Startspende der Ratsmitglieder für die Krabbelgruppe an, was guten Anklang fand.
Die Theatergruppe "Die Berchler" will im Januar und Februar wieder die Stadthalle für die Proben und sieben öffentliche Aufführungen nutzen. Dem Antrag pflichtete der Stadtrat einstimmig bei. In diesem Zusammenhang gab Bürgermeister Alfred Kolenda auch bekannt, dass die Firma Zeitler aus Wirsberg den gewollten Innenanstrich der Halle vornehmen wird.
Der Kupferberger Stadtrat hat sich in seiner Julisitzung für die Teilnahme am Programm "BayernWLAN" des Freistaates ausgesprochen. Dafür hat jetzt die VG-Verwaltung die entsprechenden Förderanträge für zwei WLAN-Hotspots in der Rathausnähe und am Besucherbergwerk gestellt. Dem Stadtrat ist bewusst, dass für die Kommune Kosten für den Betrieb der WLAN-Hotspots anfallen.