Die Rhön könnte in Sachen alternative Übernachtungsmöglichkeiten ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln. Studierende der Kunsthochschule Kassel und der Naturpark Hessische Rhön sowie viele weitere Akteure des Projekts kamen im August in Hilders zusammen, teilt der Verein Natur und Lebensraum Rhön in einer Pressemeldung mit. Die Abschlusspräsentation der Studierenden, welche sich seit zwei Semestern intensiv und ganzheitlich mit den Themen Mobilität, Gastronomie und Übernachtung in der Rhön beschäftigt haben, wurde von den Anwesenden allumfänglich gelobt. Die Ergebnisse sind minimalin-vasiv und fügen sich sehr gut in eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Einklang mit Natur- und Artenschutz ein. Ziel ist es, dass die Rhön durch sogenannte Trekkingplätze künftig vom weltweiten Trend des Trekkings profitiert, heißt es weiter.

Der Bedarf an alternativen Übernachtungsmöglichkeiten für Wandernde besteht insbesondere seit der Corona-Pandemie, infolge des zunehmenden illegalen Biwakierens und voll ausgelasteten Unterkünften in der Rhön. Ein Trend, der sich auch in anderen Großschutzgebieten Deutschlands abzeichnet. Um eine naturverträgliche Besucherlenkung zu erreichen, sollen mehrere legale Trekkingplätze geschaffen werden. Zu deren Ausstattung sollen neu designte, innovative Übernachtungsplattformen und Komposttoiletten gehören. Bei den entwickelten Musterlösungen handelt es sich um Konstruktionen, die sich hinsichtlich der Materialauswahl und Gestaltung an den Nachhaltigkeitszielen orientieren und das Potenzial für eine Kleinserie haben.

Nach dem Willen des Naturparks Hessische Rhön und der Projektprofessorin Nicola Stattmann sollen so künftig Übernachtungen beim Sternenpark Rhön möglich sein und ein neuartiges Naturerleben ermöglichen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, geeignete Standorte für das Projekt zu finden. Um hochsensible Naturräume der Rhön nicht noch weiter zu belasten werden daher Standorte an weniger frequentierten Orten bevorzugt. Auch eine Reaktivie-rung und Inwertsetzung von alten Zeltplätzen wird in Betracht gezogen. Der Praktikant des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön, Clemens Pleißner, konnte mit seiner Auswahl potentieller Standorte entlang des Hochrhöners und der Extratouren überzeugen. Einige Eigentümer und Betreiber von Flächen sicherten eine Zusammenarbeit zu. Wenn alles nach Plan läuft, können sich Reisende im Frühjahr auf neue Plätze in der Rhöner Natur freuen, heißt es weiter. red