Dagmar Besand

Klaus Gagel ist tot. Der ehemalige Schulleiter des Caspar-Vischer-Gymnasiums und langjährige freie Mitarbeiter der Bayerischen Rundschau ist am Samstag im Alter von nur 70 Jahren verstorben. Er hinterlässt seine Frau und zwei erwachsene Kinder.

Klaus Gagel stammte aus Michelau im Landkreis Lichtenfels. Nach dem Abitur am Meranier-Gymnasium studierte er Chemie und Biologie für das höhere Lehramt und war an den Gymnasien in Coburg, Burgkunstadt und Neustadt bei Coburg tätig.

Gagel qualifizierte sich auch als Beratungslehrer, und übernahm ab 1985 die Vertretung des Schulleiters am Burgkunstadter Gymnasium. Als er im Jahr 2005 im Alter von 53 Jahren als Oberstudiendirektor ans Caspar-Vischer-Gymnasium wechselte, blickte er nicht nur auf stolze 30 Dienstjahre, sondern auch auf 20 Jahre als stellvertretender Schulleiter zurück. Acht Jahre lang, bis zu seinem Ruhestand, war er Chef am CVG.

Viele Leser der Bayerischen Rundschau kannten Klaus Gagel nicht nur durch seine pädagogische Tätigkeit, sondern auch als Berichterstatter aus dem Raum Burgkunstadt. Dabei konnte er eine seiner besonderen Stärken ausspielen - sein fotografisches Können, das ihm auch bei Foto-Wettbewerben Auszeichnungen einbrachte.

Dass der regionale Handballsport viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erfuhr, verdanken die Vereine ebenfalls dem sportbegeisterten Fotografen. Seit Beginn der 90er Jahre stand er zunächst bei seinem Stammverein, dem TV Michelau, später bei allen heimischen Vereinen, regelmäßig direkt neben dem Handballtor - ein guter Standort für starke Bilder.

Das öffentliche Leben im Landkreis Lichtenfels, an dem Klaus Gagel in vielerlei Funktionen maßgeblich beteiligt war, verliert mit ihm einen Macher, den viele Vereine schmerzlich vermissen werden.

Die Trauerfeier fand im engsten Familienkreis statt.