Wer am Mittwochmorgen am Maximiliansplatz gen Himmel blickte, staunte nicht schlecht: Da hing ein Magnetresonanztomograf am Haken. Mithilfe eines Autokrans wurde das Gerät in die Räume des Radiologischen Instituts des Universitätsklinikums Erlangen gehievt. Insgesamt 7,5 Tonnen Gewicht bringt das Magnetom Vida von Siemens Healthineers auf die Waage.
Für den Transport des MRTs ins erste Untergeschoss des Internistischen Zentrums war neben Kraft auch viel Fingerspitzengefühl gefragt: Am Ende ging es darum, den Koloss Zentimeter für Zentimeter an seinen Bestimmungsort zu schieben. "Im Moment wird das Gerät noch fertig installiert", erklärt Rolf Janka, leitender Oberarzt der Radiologie. "In den kommenden zwei Wochen lernt unser Team die neue Technik kennen und wird intensiv geschult, bevor wir den ersten Patienten damit untersuchen."
Die Patienten des Uni-Klinikums Erlangen profitieren dank der Neuanschaffung von einer ganzen Reihe von Vorteilen, heißt es in einer Pressemitteilung des Universitätsklinikums weiter. Zum einen sei das Magnetom Vida als erster Scanner mit der innovativen BioMatrix ausgestattet worden: einer Technologie, die individuell die anatomischen und physiologischen Charakteristika der Patienten berücksichtigt. Zum anderen sei die Bildgebung so präzise, dass die Anzahl der Wiederholungsaufnahmen reduziert werden kann.
"Egal, ob Routinescan oder anspruchsvolle Untersuchung, der Radiologe erhält schnell qualitativ hochwertige Ergebnisse", sagt Daniel Breuer, Leiter Magnetresonanztomografie Deutschland von Siemens Healthineers, und Janka ergänzt: "Für unsere Patienten bedeutet das, dass sie nicht mehr so lange ,in der Röhre' liegen müssen. Außerdem entfällt erfreulicherweise das lästige Luftanhalten."
Bei dem Magnetom Vida handelt es sich um einen vollkommen neu entwickelten 3-Tesla-Magnetresonanztomografen. Das Exemplar, das ans Uniklinikum geliefert wurde, ist das erste derartige Gerät in Nordbayern, eines der ersten weltweit. Die Radiologie wird das Gerät in Zusammenarbeit mit Siemens Healthineers auch für wissenschaftliche Forschungsarbeiten einsetzen. red