Die vier blieben bis Mitternacht in der Bar. Dominik Z. soll dann - laut Anklage nüchtern - mit seinem Auto zurück nach Zeitlofs gefahren sein, im Auto saßen Alexander W., die junge Frau und der Bekannte. In Zeitlofs soll Alexander W. seine Suiziddrohung wiederholt haben. "Er sagte", so erinnerte sich die junge Frau nur wenige Tage später, "er fahre jetzt auf die Autobahn und werde sich umbringen."
Dominik hatte das auch gehört. Alexander W. stieg angetrunken in sein eigenes Auto, einen Golf. Um ihn von einer Suff-Fahrt und dem Plan, sich umzubringen, abzuhalten, stellte sich Dominik Z. dem langsam fahrenden Golf in den Weg. Mit Gesten und Worten soll er versucht haben, Alexander W. zum Anhalten zu bringen, dazu legte er auch die Hände auf die Motorhaube.
Schwerste Kopfverletzungen
Doch Alexander W. fuhr weiter. Dominik Z. flüchtete noch einige Meter rückwärts und wurde dann auf die Kühlerhaube gehoben. Vielleicht sprang er auch, um nicht unters Auto zu geraten. Etwa 30 Meter lang hielt sich Dominik Z. auf der Kühlerhaube, dann stürzte er in einer leichten Linkskurve hinunter. So unglücklich, dass er schwerste Kopfverletzungen erlitt. Anwohner leisteten Erste Hilfe, ein Hubschrauber brachte Dominik Z. ins Krankenhaus. Dort starb er drei Tage später trotz aller ärztlichen Kunst.
Die Trauer in Zeitlofs bei denen, die Dominik Z. kannten, war und ist sehr groß. "Er war jemand, mit dem konntest du Pferde stehlen. Er hat sich immer hintangestellt und zuerst an Freunde und Familie gedacht", sagte eine Einwohnerin damals.
Nach dem Sturz hielt Alexander W. laut Staatsanwaltschaft kurz an. Dann beschleunigte er seinen Golf und fuhr weg - um Minuten später zurückzukommen und zu sagen, dass er die Folgen nicht beabsichtigt hatte. Er ließ sich wenig später von der verständigten Polizei widerstandslos festnehmen. In seinem Atem wurden da 0,5 Promille Alkohol gemessen.
Für den Prozess sind sechs Verhandlungstage angesetzt.