Teuschnitz — Das Kultusministerium hat der Grundschule Teuschnitz zum zweiten Mal für die Dauer von fünf Jahren den Status "Modus-Schule" verliehen. Nun fand an der Schule die offizielle Übergabe der Urkunde durch Schulamtsdirektor Uwe Dörfer statt.
"Hand in Hand verschieden = normal". Dieser schöne Aufdruck, "Grundschule Teuschnitz" in bunten Buchstaben als auch ineinander greifende Hände - als Kennzeichnung des Schulprofils der Inklusion - zieren die Rückseite der neuen Schulkleidung der Jungen und Mädchen der Grundschule Teuschnitz. Vorne auf den schicken türkisfarbenen T-Shirts und Sweatshirt-Jacken prangt das Logo der Modus-Schule, das die Kinder voller Stolz tragen.
Eine Modus-Schule kann von der geltenden Schulordnung abweichen, mehr eigene Akzente setzen und neue Formen des Unterrichtens und der Zusammenarbeit mit Eltern und Schülern erproben. Im Jahre 2010 hatte die Schule erstmals diese Auszeichnung erhalten - damals als erste im Landkreis Kronach. Mittlerweile ist mit Weißenbrunn eine weitere dazugekommen.
In ganz Oberfranken dürfen sich bislang lediglich sechs Grundschulen mit dieser Auszeichnung schmücken - ein Beleg für die außergewöhnlich hohe Bedeutung und Wertigkeit dieses Zertifikats.


Ein Vertrauensbeweis

Entsprechend stolz auf die einmal mehr von sich reden machende Grundschule zeigten sich dann auch Rektorin Kerstin Zapf mit der gesamten Schulfamilie sowie Bürgermeisterin Gabriele Weber, Verwaltungsrat Thomas Weber und natürlich Schulamtsdirektor Uwe Dörfer bei der kleinen Feier. "Wir sind Modus-Schule geworden, nicht nur deshalb, weil wir im Evaluationsbereich sehr gut abgeschnitten und die Empfehlung dafür bekommen haben. Vielmehr haben wir den Status auch deshalb erhalten, weil das Kultusministerium der Schule das Vertrauen schenkt, Maßnahmen zu erproben, die von der Schulordnung abweichen", freute sich Zapf.
Für die innovative Schulentwicklung habe die Teuschnitzer Schule ein Schulkonzept. Dies zeichne sich aus durch einen systematisch angelegten Schulentwicklungsprozess, dessen Maßnahmen konkret festgelegt seien, deren Meilensteine regelmäßig fixiert würden und deren gesamte Maßnahmen kontinuierlich auf Nachhaltigkeit überprüft würden.
Der vom Ministerium für fünf Jahre verliehene Status Modus eröffne Freiräume. Die Schule habe sich neue Ziele gesetzt. "Wir wollen uns auf den Weg machen und noch stärker den neuen Medien öffnen. Die Förderung jedes einzelnen Schülers ist unser Ziel. Alle Kinder sollen ein individuelle mediengestützte Förderung erhalten", kündigte Zapf an.


Feedback wird noch individueller

Man wolle die Zertifizierung zum Haus der kleinen Forscher im Schulkonzept noch intensiver verankern und den Kindern aller Jahrgangsstufen die Möglichkeiten geben, ein Forscherdiplom zu erwerben. Das Feedback für die Schüler im Rahmen des selbstgesteuerten Lernens werde noch individueller durch die neu eingeführten Lernentwicklungsgespräche in der 4. Klasse.
Das Schulamt sei sehr stolz auf die Teuschnitzer Schule. "Eine solche Auszeichnung das zweite Mal zu schaffen, ist enorm schwierig. Das ist eine unheimlich gute Leistung, die in der Regel kaum vorkommt. Das ist so, als ob man die Fußball-WM wieder gewinnen würde - und zwar nach fünf Jahren", würdigte Dörfer. Es gebe keine Auszeichnung, die die Teuschnitzer Grundschule nicht habe. So sei sie Gesunde Schule, Lesende Schule, Umweltschule, Schule mit Verantwortung, Forschende Schule, Inklusions-Schule und I.S.I.-Schule.
Mit der Übergabe der Urkunde ging es schließlich zum Höhepunkt der kleinen Feier über, die von den Schülern selbst musikalisch umrahmt wurde.