Die Lebensmittelchemikerin Susanne Baldermann stieß als Professorin für Food Metabolome im Januar zum Team am Kulmbacher Universitätscampus. "Da wir natürlich in unserem Bereich viel Laborarbeit leisten, sehen wir mit Spannung den neuen Räumlichkeiten im ,Fritz' entgegen", sagt die 43-Jährige. Und die Arbeiten dort würden gute Fortschritte machen.

Gebürtig stammt Susanne Baldermann aus Heiligenstadt in Thüringen. In Braunschweig studierte sie Lebensmittelchemie, darauf folgten Forschungsaufenthalte in den USA und in Japan. Gearbeitet hat sie zuletzt an der Universität in Potsdam sowie am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau. "Unser aktueller wissenschaftlicher Fokus liegt auf den sekundären Pflanzenstoffen", erklärt die Professorin.

Unter anderem soll erforscht werden, welche Auswirkungen die Veränderungen durch Klimawandel oder Anbaubedingungen auf die Verbraucher haben. "Eine nachhaltige Ernährung muss global gedacht und lokal verändert werden", sagt die Wissenschaftlerin. Daher ist sie auch überzeugt von der internationalen Ausrichtung des Universitätscampus.

Man müsse in Sachen nachhaltiger Ernährung viele Menschen mitnehmen und nach Alternativen schauen. "Welche Ressourcen gibt es und wie kann man diese nachhaltig nutzen?" Für Smoothies auf Halophytenbasis etwa - das sind salztolerante Pflanzen - werden Rezepturen erdacht, oder es wird erforscht, welchen Einfluss welche Beleuchtung auf den Indoor-Anbau von Kräutern hat.

Für Susanne Baldermann ist der abwechslungsreiche Beruf zugleich Hobby, aber sie geht auch gerne Radfahren oder Inlineskaten.

Als sie Anfang April aus Potsdam nach Kulmbach zog, war das für sie kein Problem. "Der Umzug nach viereinhalb Jahren Japan zurück nach Deutschland war für mich eine größere Umstellung."