Erst errichtet, dann wieder abgebaut, jetzt erneut errichtet - irgendwann muss mal Schluss sein mit dem Hin und Her bei den Temposchwellen in der Frohnlacher Straße im Weidhäuser Gemeindeteil. Wie Bürgermeister Markus Mönch (parteilos) jetzt im Nachgang des nichtöffentlichen Teils der Gemeinderatssitzung am Montagabend berichtet hat, soll eine Umfrage bei der Entscheidungsfindung helfen.

Zur Historie: Die Temposchwellen wurden vor einigen Jahren in der Frohnlacher Straße (einer beliebten Abkürzung zwischen Neuensorg und Frohnlach) errichtet, um dort die Bewohner des Wohngebietes vor Lärm und den Sicherheitsrisiken durch schnelle Verkehrsteilnehmer zu schützen. Als Folge eines Antrages aus einer Bürgerversammlung wurden die Kunststoff-Hindernisse auf der Fahrbahn vor Winterbeginn 2019 abgebaut und blieben danach ein Jahr lang im Lager des gemeindlichen Bauhofes. Erst heuer wurden die Schwellen nach dem Winter wieder auf der Fahrbahn angebracht - was zu kontroversen Reaktionen entlang der Straße führte. "Es gibt individuell sehr unterschiedliche Interessenlagen", sagte Mönch auf Tageblatt-Nachfrage.

Bleibt die Frage: Was ist das Interesse der Mehrheit? Um dies herauszufinden, hat die Gemeinde rund 70 Anlieger aus dem Umfeld der Frohnlacher Straße anschrieben und nach ihrer Meinung gefragt. Den 15. Mai hat die Verwaltung dabei als Frist zur Rückgabe gesetzt, danach erhofft sich der Bürgermeister einen Fingerzeig in die Richtung, wie es weitergehen könnte. Dem Gemeinderat riet Markus Mönch, sich damit anzufreunden, dass man es mit den Temposchwellen auf jeden Fall nie allen Interessenten in Neuensorg recht machen könne: "Es wird schwer, dass am Ende jeder zufrieden ist." bk