Vergangenes Wochenende war wohl eines der prominentesten des Kissinger Sommers 2022 mit zwei Spitzenorchestern - der Tschechischen Philharmonie und den Wiener Symphonikern (dirigiert von zwei sehr unterschiedlichen Jungdirigenten) und der imposanten Lise Davidsen als Solistin für "Vier letzte Lieder" von Richard Strauss im Konzert am 9. Juli.

Sie dürfte aktuell zu den gefragtesten Stimmen des lyrisch-dramatischen Sopranfachs gehören. Als Person war sie etwas reserviert und verhalten, ihre Stimme ist ein Naturphänomen.

Nach dem Konzert gab es die "Musikalische Lesung" mit den "Sisi" Darstellern Dominique Devenport und Jannik Schümann, die extra vom Dreh aus Riga für zwei Tage nach Bad Kissingen kamen und sich bei uns sichtlich wohl gefühlt haben.

Die eigentlichen Stars des Wochenendes: waren unumstritten die Brüder Lucas und Arthur Jussen am Klavier, die bei ihrem ausverkauften Konzert im Rossini-Saal mit virtuosem Können und Charme das Publikum komplett auf ihre Seite gezogen haben.

Beeindruckendste Leistung des Wochenendes: Cellist Alban Gerhardt, der das Programm seines Cello-Rezitals in Bad Brückenau komplett auswendig gespielt hat und sich zum Schluss sogar zu einer vierhändigen Zugabe am Klavier mit seinem Begleiter Markus Becker hinreißen ließ.

Lustigster Moment des Wochenendes: Laboklin-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Müller und Alexander Steinbeis beim Spontan-Boogie-Tanz am Sisi-Denkmal beim Prélude-Konzert des Blechbläser-Ensembles der Wiener Symphoniker.

Peinlichster Moment des Wochenendes: die Rede von Lotterie- und Bayerische-Spielbanken-Präsident Claus Niederalt beim Empfang der Spielbank.

Susanne Will