Andreas Dorsch "Weitestgehend nach Plan" läuft der sechsspurige Ausbau der A3 im Abschnitt zwischen Geiselwind und dem Kreuz Fürth/Erlangen. Wie Thomas Schwenzer, Geschäftsführer der "A3 Nordbayern GmbH & Co. KG", auf Anfrage des FT erklärt, sei es bei Baumaßnahmen dieser Größenordnung aber grundsätzlich unvermeidbar, "das stellenweise während der Ausführung nachjustiert werden muss".

Vor allem die Witterungseinflüsse könnten den Zeitplan durcheinander bringen. Nicht geschafft haben sie das, als in der Nacht zum vergangenen Sonntag das Stahlgerippe für die neue Brücke über die A3 zwischen dem Wachenrother Ortsteil Buchfeld und dem zu Schlüsselfeld gehörenden Elsendorf auf die vorbereiteten neuen Widerlager gesetzt wurde. Für die spektakuläre Aktion musste die A3 mehrere Stunden komplett gesperrt werden.

jDas war aber nicht die erste Vollsperrung und wird für die nächsten Jahre auch nicht die letzte gewesen sein. Auch der Abriss einer alten zu kurzen Brücken geht nur, wenn der Verkehr komplett umgeleitet wird. In den nächsten Tagen und Wochen wird nun der Stahlüberbau zwischen Buchfeld und Elsendorf fest mit den Widerlagern verbunden und anschließend die Fahrbahn aufgebaut.

Der Geschäftsführer des Unternehmens, das im Rahmen einer Öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP-Projekt) die A3 ausbaut, geht davon aus, dass die Brücke im März/April nächsten Jahres freigegeben werden kann.

Das nächste Brückenbauwerk folgt voraussichtlich im Februar 2021 auf der Kreisstraße ERH 16 zwischen Neuhaus und Hesselberg. Aktuell laufen an den Autobahnbaustellen weiterhin "vorbereitende Arbeiten für die erste Hauptbauphase im kommenden Jahr".

Hierzu zählen die Autobahnbauer die provisorischen Verbreiterungen, die Nothaltebuchten und die Mittelstreifenüberfahrten. Daneben wird an den zahlreichen Regenrückhaltebecken gebaggert. Ein größeres Projekt ist auch die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Steigerwald. Hier entstehen vor allem viele zusätzliche Stellplätze für Lastwagen.

Risiko in der Verschwenkung

Die Verkehrsführungen in den Baustellenbereichen werden laut Geschäftsführer Schwenzer "so verkehrsschonend wie möglich eingerichtet". Eine Verkürzung der Abschnitte mit verengten Fahrbahnen wird es dabei nicht geben, schließlich liege das größte Unfallrisiko jeweils im Annäherungsbereich einer Verschwenkung. Würde man kürzere Abschnitte mit Fahrbahnverengungen machen, bräuchte man auch mehr solcher Verschwenkungen. Dadurch würde das Unfallrisiko für die Verkehrsteilnehmer steigen.

Eine generelle Empfehlung an die Autofahrer aus der Region, die A3 im Augenblick zu meiden, möchte Schenzer nicht geben. Die Autobahnbauer gehen vielmehr davon aus, "dass die Verkehrsteilnehmer selbst am besten einschätzen können, ob sich eine Umfahrung lohnt".

Und was macht Corona? Sind in der aktuellen Pandemie weniger Fahrzeuge unterwegs? Im Frühjahr während des harten Lockdowns sei der Verkehr laut Schenzer zeitweise spürbar zurückgegangen. Derzeit wirke sich Corona aber kaum aus.