Einstimmig lehnten die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses in ihrer letzten Sitzung den Bauantrag über den Neubau einer Spielhalle an der Bahnhofstraße ab (früher Autohandel). Gleiches gilt für ein "City-Star-Board" (Werbeanlage) auf diesem Grundstück.

Das Grundstück ist im Flächennutzungsplan der Stadt als "Bahnlinie" dargestellt und ist nicht an die städtischen Ver- und Entsorgungseinrichtungen angeschlossen. Das Grundstück sei nur unter enormem Aufwand erschließbar, hieß es in der Sitzungsvorlage. Dort soll eine Spielhalle mit einer Länge von 18 Meter, einer Breite von 11,30 Meter und einer Höhe von 3,32 Meter entstehen.

Die Verwaltung hatte bereits beim Landratsamt nachgefragt, ob das Vorhaben genehmigungsfähig ist. Die Immissionsrichtwerte werden wohl nicht überschritten, heißt es von dort. Wenn man das Gebiet als Gewerbegebiet einstuft, wäre die Spielhalle aufgrund ihrer Größe nur ausnahmsweise zulässig. Die Frage des Gebietscharakters werde im Rahmen des Genehmigungsverfahrens geprüft, schreibt das Landratsamt. Es gab ja schon zwei Spielhallen in der Innenstadt, sagte Britta Bildhauer. "Ich bin froh, dass die weg sind." Und: "Das passt nicht zu uns." Ähnlich sah das Leo Pfennig. Das sei praktisch das Eingangstor der Stadt und gegenüber dem Oberen Tor. Man sollte über den Bebauungsplan das Gebiet so strukturieren, dass es eben keine Spielhalle dort geben kann.

Über den Flächennutzungsplan können die Stadt regeln, dass nichts drauf kommt, was die Stadt nicht will, sagte Bürgermeister Michael Kastl dazu. Weil es widersprüchliche Darstellungen des Areals im Flächennutzungsplan gibt und es nicht erschlossen ist, lehnte der Bauausschuss das Vorhaben ab.

Der Eigentümer des Grundstücks hat dem Antragsteller erlaubt, eine große Werbetafel dort aufzustellen. Auch das wollen die Stadträte wegen der Nähe zur Altstadt nicht. Außerdem gebe es an der Entlastungsstraße und in der Stadt genügend Werbemöglichkeiten.

Zwei Einfamilienhäuser

Keine Probleme sahen die Ausschussmitglieder beim geplanten Neubau eines Einfamilienhauses in Althausen und beim Neubau eines Hauses in Seubrigshausen, wo eine Baulücke geschlossen wird.

Sehr positiv nahmen die Ausschussmitglieder einen Antrag über den Abbruch und Neubau eines Hauses in der Oberen Torgasse in Münnerstadt auf. Es handelt sich um ein sehr kleines Haus. Die Sanierungsbeauftragten der Stadt, Schlicht Lamprecht Architekten, haben ihre Stellungnahme dazu abgegeben. Ausnahmen von der Gestaltungssatzung sind möglich. Die Ausschussmitglieder erteilten das gemeindliche Einvernehmen. Die Antragsteller müssen die Stellungnahme der Sanierungsbeauftragten beachten.