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Herzogenaurach
herzogenaurach packt an

Spendenkampagne: Initiatoren danken für "großes solidarisches Verhalten"

Eine positive Zwischenbilanz zieht einer der der Initiatoren der Spendenkampagne "Herzogenaurach packt an". Der momentane Spendenstand beläuft sich laut Mitteilung von Thilo Schaufler auf "unfassbare"...
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Eine positive Zwischenbilanz zieht einer der der Initiatoren der Spendenkampagne "Herzogenaurach packt an". Der momentane Spendenstand beläuft sich laut Mitteilung von Thilo Schaufler auf "unfassbare" 6104 Euro (Stand Donnerstag 17 Uhr). Der Betrag "übersteigt damit bereits unsere Erwartungen." Das Ziel bleibt eine Summe von 20 000 Euro.

Besonderen Dank spricht Schaufler im Namen seiner Mitstreiter den vielen Selbstständigen und kleinen Läden aus Herzogenaurach, aber auch Vereinen und Gruppierungen aus, "die uns zum Teil mit sehr großzügigen Spenden unterstützt haben" und damit großes solidarisches Verhalten gezeigt hätten.

Gemeinsam mit insgesamt 21 Unterstützern aus Herzogenauracher Vereinen und Initiativen wurden Spendenanfragen auch an die in Herzogenaurach ansässigen Weltkonzerne sowie Stadtverwaltung und Stadträte verschickt.

Die Wohltätigkeitsorganisation "Charity Cat" von Puma hat das Anliegen laut Schaufler mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt. Von zwei weiteren Global Playern aus Herzogenaurach habe man hingegen eine Absage entgegennehmen müssen, bedauert der Student, der auch bei der Bewegung "Fridays for Future" aktiv ist. Leider sei außerdem eine Rückmeldung des Stadtrates und des Bürgermeisters ausgeblieben.

Umso höher bewertet Schaufler die bisherige Spendensumme als ein "starkes Zeichen, das wir als Zusammenschluss von einfachen Bürgerinnen und Bürgern" erhalten haben". Und weiter. "So können wir den schutzsuchenden Menschen in dieser humanitären Krise zumindest etwas Hilfe zur Seite stellen!"

Kooperation

Die Kampagne "Herzogenaurach packt an! " ist eine Kooperation der beiden Bewegungen "Fridays for Future" und "Herzo gegen Rechts", die sich in Herzogenaurach für eine wirksame Klimapolitik sowie das Beenden von Diskriminierung und Ausgrenzung stark machen. Anlässlich der gegenwärtigen Situation auf den griechischen Inseln haben die beiden Gruppen ihre Kräfte gebündelt und eine Kooperation gestartet: "Herzogenaurach packt an". Damit knüpfen sie an ein Hilfsprojekt aus Berlin-Brandenburg an, das sich "Wir packen's An" nennt. Die Herzogenauracher haben sich dafür entschieden, diese Organisation zu unterstützen, "da uns ihre Arbeit sehr am Herzen liegt." Deren 20 freiwilligen Helfer, zusammen mit ihrem medizinischen Partner vor Ort, stellen laut den Herzogenauracher Initiatoren die einzige medizinische Hilfe für mehr als 8000 geflüchtete Menschen dar. "Sie leisten ihr Möglichstes, um so das Versagen der staatlichen Institutionen zumindest teilweise zu kompensieren."

Die Plattform "betterplace.org" werde deshalb genutzt, weil das Spenden sicher und unkompliziert sei, berichtet Schaufler. Das Spendenziel wurde auf 20 000 Euro gesetzt, weil "wir glauben, wenn jeder Einwohner aus Herzogenaurach nur einen Euro spenden könnte, würden wir ein kraftvolles Zeichen setzen".

Auch der katholische Pfarrer Helmut Hetzel unterstützt die Aktion. In einer Nachricht an die Gemeinde hat er über die Kampagne informiert. Hetzel: "Junge Herzogenauracher engagieren sich für die Flüchtlinge in den griechischen Lagern. Sie wollen einfach auf ihre Weise helfen, vor allem denen vor Ort, damit sie die menschlichen Grundversorgungen bekommen. Ich selbst unterstütze diese junge Menschen!" bp