"Der Öffentliche Personennahverkehr muss in Bamberg das schnellste Verkehrsmittel werden." Stadtrat Heinz Kuntke hat mit der SPD-Stadtratsfraktion eine Initiative zur nachhaltigen Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Bamberg gestartet.

Auf der jüngsten Sitzung der SPD stellten der verkehrspolitische Sprecher der Stadtratsfraktion, Sebastian Martins Niedermaier, sowie Kuntke, der zugleich Aufsichtsratsmitglied der Stadtwerke ist, einen umfassenden Antrag vor, der den Vorrang des ÖPNV in Bamberg ermöglichen soll. "Unser Ziel ist es, dass immer mehr Menschen die Angebote des ÖPNV nutzen und ihre Fahrzeuge stehen lassen", so Kuntke in der Mitteilung.

Demnach soll der Schwerpunkt der SPD-Initiative auf der Verbesserung bestehender Infrastrukturmaßnahmen liegen, um den Busverkehr insgesamt zu beschleunigen. Die SPD sei sich dabei darüber im Klaren, dass es eine umfangreiche Verbesserung des ÖPNV nicht zum Nulltarif geben werde. "Für einen besseren ÖPNV muss auch mehr Geld in die Hand genommen werden", erklärte Martins Niedermaier.

"Insgesamt soll der ÖPNV durch die SPD-Initiative deutlich schneller, besser und günstiger werden, um die notwendige Aufwertung des ÖPNV gegenüber dem motorisierten Individualverkehr zu beschleunigen", so Niedermaier. Die SPD-Fraktion fordert in dem Zusammenhang, dass die Stadt Bamberg als Aufgabenträger zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um die bestehende Infrastruktur des ÖPNV zu stärken. Schwerpunkt der Verbesserungen, so Heinz Kuntke, müsse der Ausbau von Busspuren, vor allem im Innenstadtbereich, die Einrichtung einer Ringlinie, die schnelle und unkomplizierte Verbindungen im Innenstadtbereich ermöglicht, eine Verbesserung der Taktfrequenz sowie eine verbesserte Verzahnung mit den Landkreislinien sein.

Kostenfrei am Wochenende

Notwendig sei auch, an Samstagen und an Sonntagen das Fahrangebot zu verbessern um einen Umstieg zum ÖPNV zu ermöglichen. "Die SPD-Fraktion kann sich dabei auch kostenfreie ÖPNV-Angebote am Wochenende vorstellen, soweit dies mit einer Erweiterung des bestehenden ÖPNV-Angebotes einhergehe. Insbesondere die Landkreisbevölkerung soll so angeregt werden, ihre Autos in den Garagen stehen zu lassen", so SPD-Stadtrat Klaus Stieringer.

Um eine bessere Verzahnung des ÖPNV von Stadt und Land zu erreichen, soll laut Heinz Kuntke auch eine Verkehrsgemeinschaft Stadt und Landkreis Bamberg eingerichtet werden, um Verkehrsplanungen abzustimmen.

"Der notwendige Mobilitätswandel endet nicht vor den Grenzen unserer Stadt. Deshalb ist es wichtig, dass Stadt und Landkreis hier Hand in Hand ein gemeinsames Angebot schaffen und fördern", berichtet Stieringer. Entsprechende Gespräche mit der Landkreis-SPD und dem SPD-Landratskandidaten würden bereits laufen.

Die SPD setzt zudem auf den Einsatz von modernen Elektrobussen. "Um dem Klimawandel zu begegnen, werden wir auch beim ÖPNV nicht um eine Elektrifizierung des bestehenden Fahrzeugparks und zusätzliche Ladestationen in Stadt und Landkreis umher kommen", betont auch der SPD-Kreisvorsitzende und Stadtrat Felix Holland. Bei vergünstigten Fahrscheinangeboten müssen, so Holland, vor allem die Bezieher geringer Einkommen bedacht werden. Dort bestehe der größte Bedarf. red