Eltmann — "Die Lesestunde mit dem Kinderbücher-Schreiber fand ich toll und sein Buch war echt spannend. Ich konnte mir die Geschichte so richtig bildlich vorstellen. Sie war witzig und man musste oft lachen." Mit diesen Worten beschrieb die neunjährige Aimee die Schulstunde mit dem Kinderbuchautor Josef Koller an der Johann-Baptist-Graser-Grundschule Eltmann. Koller las den Kindern aus seinen neuesten Büchern, erzählte ihnen aber auch ausführlich, wie ein solches Buch entsteht und wie lange er dazu braucht.
"Lesen kann und soll lustig sein. Am besten lernt man lesen, wenn man liest", sagte der Autor. Mit der Vorstellung der Hauptfiguren aus seinem neuen Buch "Die Spezialisten" gelang es ihm rasch, die Kinder zum Lachen zu bringen. Es geht um Lisa, die immer wieder als Hellseherin auftritt, oder Steini, Wissenschaftler und Spezialist für Physik und Chemie, sowie Goran, die sich in der Geschichte auf den Weg machen, um Rieke zu retten. Eine spannende Erzählung, bei der Roboter nicht fehlen und auch Piraten ihr Unwesen treiben.

Spannende Erzählung

Die Kinder waren gebannt, wie Autor Josef Koller ihnen die spannende Abenteuergeschichte näher brachte. Mal erzählte er aus dem Inhalt, hielt dazu farbige Bilder hoch, die die Fantasie der Kinder anregten, mal las er einfach aus seinem Buch ein Stück vor. Aber immer wieder brachte er die Kinder zum Lachen. Als Koller ganz bewusst die Geschichte an einer besonders spannenden Stelle abbrach, war es nicht verwunderlich, dass die Buben und Mädchen mehr forderten. Doch das müssen sie wohl selbst nachlesen.
Koller zeigte den Kindern seinen großen Block, in den er seitenweise mit Handschrift Aufzeichnungen gemacht hatte. Es gebe die fünf Kinder aus der Geschichte wirklich", versicherte er. Sie seien jedoch eine Mischung aus einigen Kinder, die er irgendwo in der Schule kennen gelernt hat. "Außerdem habe ich selbst zwei Kinder."
Bei seinem Buch "Jenny und die Sternenfrau" erinnerte er an seine Kindheit, in der er immer wieder Probleme mit Erwachsenen hatte. Aber da habe es auch einen Erwachsenen gegeben, der ihm immer wieder geholfen hat. " Alles, was ich schreibe, hat ein bisschen mit mir selbst zu tun."
Jenny, ein freches Mädchen, das immer Schwierigkeiten mit Erwachsenen hat, kommt in seinem Buch sogar in Konflikt mit der Polizei. "Weil an der Straße vor der Schule so viele Autos fahren und sie deswegen immer warten muss, bringt sie am nächsten Tag einen Farbtopf mit. Damit malt sie Zebrastreifen." Das fanden zwar die Kinder cool, aber nicht die Polizei.
"Wie kommt man denn auf solche Ideen?", fragte eine Schülerin und dachte dabei sicherlich an das Schreiben ihres eigenen Aufsatzes. "Manchmal kommt einem plötzlich eine Idee und dann muss man aber auch weiter darüber nachdenken", erklärte Koller. "Ein anderes Mal fällt einem aber auch gar nichts ein und deswegen dauert es dann auch länger, bis ein neues Buch fertig ist."
Als er den Schülern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe sein Buch "Joko und die kleine Fee" vorstellte, waren die Kinder insbesondere von einer Einlage begeistert, als Josef Koller mit "Gummi-Mandarinen" zauberte. Auf jeden Fall hatte Josef Koller den Schülern in Eltmann nicht nur einige Bücher nähergebracht, sondern wirklich auch die Begeisterung für das geschriebene Wort geweckt. gg