Für elf Klassenräume der Grund- und Mittelschule Neuenmarkt-Wirsberg werden mobile Luftreinigungsgeräte mit Filterfunktion angeschafft. Diese einstimmige Entscheidung traf der Mittelschulverband Neuenmarkt-Wirsberg am Mittwochabend nach einer nur einer kurzen Grundsatzdiskussion.

Die Geräte kosten zwischen 2000 und 4000 Euro, der Förderhöchstbetrag liegt bei 1750 Euro pro Raum. Verbandsvorsitzender Alexander Wunderlich hatte auf einen entsprechenden Wunsch des Elternbeirats verwiesen.

Förderung beantragt

"Es ist ein Signal, dass wir die Sorgen der Eltern ernst nehmen und für die Kinder den bestmöglichen Schutz bieten", sagte er. Die Verwaltung habe vorsorglich bereits eine Förderung beantragt. Wunderlich ließ nicht unerwähnt, dass es nach wie vor Befürworter und Gegner derartiger Luftreinigungsgeräte gibt. "Wir haben dazu keine Verpflichtung. Wenn aber der Wunsch der Eltern an uns herangetragen wird, dann haben wir uns auch damit zu beschäftigen. Wir können auch keine Prognose wagen, wann die Pandemie zu Ende ist, sondern nur von Tag zu Tag denken und auf die aktuelle Situation reagieren." Eines sei für ihn aber klar: "Die mobilen Luftreinigungsgeräte sind lediglich eine Ergänzung zu den Abstands- und Hygieneregeln und dem Lüftungskonzept."

Gerhard Schneider (Himmelkron) verwies auf die gleiche Anschaffung für die Grundschule in Himmelkron-Lanzendorf: "Ich kann den Wunsch der Eltern nachvollziehen, denn sie haben Angst um ihre Kinder. Ich plädiere deshalb dafür, alles zu unternehmen, was hier möglich ist. Natürlich ist es ein riesiger Kostenfaktor, aber er ist sinnvoll und notwendig."

Der Argumentation schlossen sich auch die Verbandsräte aus Wirsberg und Trebgast, Jochen Trier und Herwig Neumann, an. Den nötigen Filterwechsel soll der Hausmeister vornehmen.

Rektor Mathias Liebig meinte, anfangs noch Bedenken wegen der Lautstärke eines Luftreinigungsgeräts gehabt zu haben, doch diese seien ausgeräumt.

Lob vom Elternbeirat

Ein Lob kam von der stellvertretenden Vorsitzenden des Elternbeirats, Anette Balzar-Mohr: "Das Problem konnte in kurzer Zeit angegangen werden." Alexander Wunderlich wurde ermächtigt, dem wirtschaftlichsten Anbieter den Auftrag zu erteilen.

Der Vorsitzende gab noch bekannt, dass der neue Kleintraktor für die Verbandsschule gekauft worden ist.