Die Jugendorganisationen des Roten Kreuzes haben sich für eine gemeinsame Mission ausgesprochen. Sie wollen den Senioren in Pflegeheimen eine Freude bereiten.

Um gemeinsam etwas gegen die Einsamkeit von Heimbewohnern zu tun, wählten sie das BRK-Haus für Betreuung und Pflege in Ebersdorf aus. Seit Monaten müssen die Bewohner dort, wie in allen anderen Pflegeeinrichtungen auch, strenge Coronaregelungen befolgen. Auf der anderen Seite sind es Kinder und Jugendliche, die sich ebenfalls an diese Vorgaben halten und damit Kontakte beschränken müssen.

Die Gruppenarbeit kann im BRK aktuell noch immer nicht in Präsenz stattfinden. Man trifft sich jedoch auf digitaler Ebene, um die Gemeinschaft zu pflegen. "Dies lässt sich aber auch nicht regelmäßig abbilden. Die Kinder sitzen ohnehin schon die ganze Woche vor dem Rechner," erläuterte die Coburger Kreisbereitschafts-Jugendwartin Nicole Klebeg.

Trotzdem sind alle Gruppenleiter des Jugend-Rot-Kreuzes (JRK) und der Bereitschaftsjugenden in Stadt und Landkreis Coburg bemüht, die Coronaphase zu überbrücken. "Die Arbeit im BRK lebt von Kontakt und Kommunikation. Das Erlernen der Maßnahmen in der Ersten Hilfe funktioniert nur bedingt digital."

Nichtsdestotrotz haben sich die Bereitschaftsjugendleitung und die Ebersdorfer JRK-Leiterin Melanie Schlüter abgesprochen und gemeinsam mit ihren Gruppen an das BRK- Haus ein paar nützliche Bastelarbeiten übergeben. Melanie Schlüter freute sich sehr über die positive Reaktion ihrer Jugendlichen. "Neben einem kreativen Ebersdorf-Domino gab es viele Dekorationsartikel für Fensterbänke und Wände."

Heimleiter Gunter Weiß freute sich über die bunte Vielfalt. Er war oft als Schiedsrichter bei Wettbewerben der BRK-Jugenden aktiv und weiß, "dass hier viele schöne kreative Dinge gestaltet werden".

In diesem Jahr ist es aber kein Wettbewerb, sondern ein Miteinander und Füreinander - ganz im Zeichen der Menschlichkeit. des