Die Marienkapelle in Rothenkirchen beherbergt während der Weihnachtszeit einen ganz besonderen Krippenschatz. In das idyllisch gelegenen Kirchlein am Weg zum Naturerlebnisbad lockt eine große, mit viel Liebe und Hingabe von einigen Hobbybastlern erstellte Krippe.

Seit rund 35 Jahren wird zur Weihnachtszeit eine große Krippe in der Marienkapelle aufgebaut. Auf einer Fläche von neun Quadratmetern stellten auch dieses Jahr Gerhard Grebner und Günther Schubert in ehrenamtlichem Engagement die 19 Menschen- und 58 Tierfiguren auf. Viele Jahre war auch Rudi Hauck beteiligt, der von Michael Grebner ersetzt wurde.

Naturnahes Landschaftsbild

Zuvor aber gestalten die drei Idealisten in liebevoller und mühsamer Kleinarbeit die Landschaft für das Krippenpanorama. Dazu werden ganze Kisten mit frischem Moos, knorrige Wurzeln, Steine und kleine Bäume gesammelt und zusammengetragen, die zur Ausgestaltung des naturnahen Landschaftsbildes in akribischer Kleinarbeit wie ein Mosaik zusammengestellt werden. Mehr als drei Tage ihrer Freizeit opfern die drei Krippenbauer zum detaillierten Aufbau der sehenswerten Weihnachtskrippe.

Die Krippenfiguren wurden vom Kapellenverschönerungsverein angeschafft. Sie sind beweglich. Kopf, Hände und Füße sind holzgeschnitzt und per Hand bemalt. Viele Bürger beteiligten sich in den 1980er Jahren an der Finanzierung zur Ausgestaltung der großen Weihnachtskrippe. Der im Jahr 2019 verstorbene Peter Grebner malte im Jahr 1991 als Hintergrundkulisse eine Ortsansicht von Rothenkirchen mit der St. Bartholomäus-Kirche im Blickpunkt.

Wer die Marienkapelle betritt, ist vom Anblick dieser bezaubernden Krippenkonstellation beeindruckt. Mehrmals jährlich führen auch feierliche Fatima-Prozessionen im Gedenken an die Erscheinungen der Muttergottes Maria in Fatima die Gläubigen zum andächtigen Gebet zur Kapelle.

Das ganze Jahr über wird die Fatima-Kapelle, wie sie auch genannt wird, vom Kapellenverschönerungsverein unter Leitung von Hans Michel gehegt und gepflegt. eh