Aufsteiger contra Absteiger. Die Rollen am 1. Spieltag in der Kreisliga Coburg waren in Scherneck klar verteilt. Die junge Neulingself wollte in ihrem Heimdebüt dem großen Favoriten aus Sonnefeld mit einer kämpferischen Einstellung Paroli, doch der auf vielen Positionen mit starken Neuzugängen aufgerüstete Titelfavorit ließ sich nicht ins Bockshorn jagen. Anscheinend hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber ihre Rechnung ohne Patrick Schwesinger gemacht...

Der letztjährige Bezirksligist untermauerte nämlich mit einem ungefährdete 4:0-Auswärtssieg seine Ambitionen auf eine schnelle Rückkehr in den Bezirk. Die neuformierte Truppe von Spielertrainer Patrick Schwesinger, der in den letzten Jahren mehrere Spielklassen weiter oben in der Regionalliga auf Torejagd ging, wird in der gezeigten Form nur schwer zu stoppen sein. Schwesinger selbst stellte mit einem Hattrick zwischen der 57. und 77. Minuten die Weichen. Julian Becker besorgte mit seinem Eigentor nach einer Ecke den 0:4-Endstand. Der jungen Heimmannschaft merkte man den Respekt an, den es in den nächsten Spielen abzulegen gilt.

Sieg bei Ertan Seners Heimdebüt

Einen Start nach Maß legten auch die Einberger "Rothosen" hin. Gegen die hoch eingestufte Truppe der TSG Niederfüllbach reichte ein Treffer zum Dreier. Neu-Coach Ertan Sener, der besonders viel Wert auf eine gute Defensivarbeit legt, hat anscheinend die richtige Taktik gewählt.

Kuriose Szene in Weidhausen

Spiel eins nach der langen "Canonne-Ära" beim FC Adler Weidhausen endete ebenfalls mit einem Heimsieg. Mit 3:1 besiegten die "Adler" den TSV Heldritt und zeigten über weite Strecken eine konzentrierte Leistung. Schon kurz nach Spielbeginn begann es zu schütten, was da Zeug hielt. Zwei Blinzler Ecken ebneten den Sieg. Erst vollstreckte Wicht (43.) und dann Jahn (47.). Weihersmüller machte alles klar. Eine kuriose Szene gab es aber noch: Einen harmlosen hohen Ball wollte Keeper Weber 14 Meter vor seinem Tor abfangen, rutschte jedoch dabei aus. Der Ball ging über ihn hinweg Richtung Tor, er im Sprint hinterher und schaffte es wirklich noch, den Ball vor der Torlinie zu halten (71.).