Der Organist Michael Höfner wurde für seine 50- jährige Tätigkeit als Organist "im Dienste der Musica sacra" geehrt. Nach dem Gottesdienst bat Pfarrvikar Norbert Lang den Jubilar von der Empore herunter in den Altarraum. Höfner zeigte sich sehr überrascht, denn seit 50 Jahren ist sein Platz auf der Empore an der Orgel.

Pfarrvikar Lang überreichte somit die Dank- und Ehrenurkunde. Darin heißt es: "Der Gottesdienst nimmt seine vornehmste Form an, wenn er feierlich mit Gesang gestaltet wird. Organisten leisten dazu einen wesentlichen Beitrag und vollziehen somit einen wahrhaft liturgischen Dienst nach der Liturgiekonstitution des Vaticanums II." Michael Höfner sei aufrichtig und herzlich für seine 50-jährige Tätigkeit als Organist im Dienste der Musica sacra, gedankt.

Unterzeichnet ist die Urkunde von Diözesanmusikdirektor Professor Markus Willinger, Leiter am Amt für Kirchenmusik im Erzbistum Bamberg.

Der Organist zeigte sich sehr überrascht. Kirchenpfleger Heinz Kraus hatte die Ehrung veranlasst und vorbereitet, konnte aber selbst am Gottesdienst und der Ehrung nicht teilnehmen. Er ließ daher seine Glückwünsche und Dank und für 50-jährigen Dienst an der Orgel in einem Schreiben übermitteln, welches Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Brauer überreichte. Schon vor zehn Jahren konnte der heute 64-jährige Michael Höfner für sein 40-jähriges Jubiläum geehrt werden. Damals, so erinnert sich Kirchenpfleger Heinz Kraus, erzählte Höfner, wie er zum Orgelspielen gelangte. Er war einst bundesweit der jüngste Organist, so dass sogar das Fernsehen über ihn berichtete.

Richtig Orgelspielen habe er erst nach einer Klavierausbildung und im Orgelunterricht beim Kronacher Organisten Hans Hofmann gelernt. Schon als zehn- bis elfjähriger Junge wurde er dann an der Königin der Instrumente auf eigene Füße gestellt, habe Höfner damals berichtet. eh