Im Dezember 2019 hatte der Gemeinderat in Dormitz der Planung zum Kindergartenneubau inklusive Obergeschoss und einer weiteren Gruppe zugestimmt und im Juni die Beauftragung des Architekten entsprechend angepasst. Die daraufhin ausgearbeiteten Pläne durch das Architekturbüro genehmigte der Gemeinderat im Juli. Die Plangestaltung, so Bürgermeister Holger Bezold (FW), orientiere sich an den förderrelevanten Forderungen und berücksichtige die zukünftige Erweiterungsmöglichkeit für Mehrzweckraum, Büro, Lagerflächen sowie weiterer Räume, damit der Kindergarten zweigeschossig errichtet werden kann. Insgesamt entstehen so 679 Quadratmeter Grundfläche.

"Mit Weitsicht planen"

"Wir wollen mit Weitsicht den Kindergarten planen und bauen, damit wir, wenn der Bedarf weiter steigt, noch Reserven haben", erklärte der Bürgermeister. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 3,7 Millionen Euro.

Eine längere Diskussion verursachte Gemeinderat Christoph Schmitt (CSU), der die Pläne der Regierung und den Bedarf in Frage stellte. "Ich halte die Planung für unseriös", sagte Schmitt. Bürgermeister Bezold wies darauf hin, dass die Pläne mit der Kitaleitung, der Fachaufsicht beim Landratsamt, der Behindertenbeauftragten und der Regierung von Oberfranken abgestimmt wurden. Geschäftsleiter Nicky Weber verteidigte die Planung: "Mit dem anerkannten Bedarf bei der Regierung von Oberfranken stehen wir voll in Einklang." Bezold fügte hinzu: "Ich vertraue dem Architekten, der Fachaufsicht und der Regierung von Oberfranken, die den Bedarfsanerkennungsbeschluss bestätigten." Bedauerlich sei nur, dass mit dieser Diskussion die Arbeit von Fachleuten infrage gestellt werde.

Es sei laut Bezold für die kommenden Jahre die größte Investition in der Gemeinde. Hinsichtlich der Finanzierung hofft Gemeindekämmerin Ursula Lauterbach auf großzügige Zuwendungen aus dem Förderprogramm, da anhand des Bedarfs nur 491 Quadratmeter förderfähig sind. Der Gemeinderat beschloss mit 11:2 Stimmen, einen Bau- und Förderantrag zu stellen. Ebenfalls mit 11:2 Stimmen billigten die Räte das Vorhaben zum Neubau der Kindertagesstätte an der Sebalder Straße.

Die Außenanlagen

Für das Vorankommen der Planung ist es erforderlich, auch die Außenanlagen fachgerecht zu planen. Insgesamt umfassen die Außenanlagen circa 2300 Quadratmeter. Die Verwaltung hatte dazu drei Angebote bei Landschaftsarchitekten abgefragt. Der Gemeinderat beauftragte den Landschaftsarchitekten Bernard Lorenz aus Nürnberg mit den Leistungsphasen 1 bis 4 zur Planung von Außenanlagen bei angesetzten Baukosten in Höhe von 200 000 Euro - Abstimmungsergebnis 11:2. wi