Im nächsten Jahr fließen rund 36 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen in den Landkreis Forchheim. An die Kommunen werden 18 824 344 Euro verteilt, der Landkreis selbst erhält 17 094 988 Euro. Dies teilten die Forchheimer Landtagsabgeordneten Michael Hofmann (CSU), Sebastian Körber (FDP) und Thorsten Glauber (FW) mit.

Über jeweils eine Million Euro sind für Eggolsheim, Gößweinstein, Gräfenberg, Heroldsbach, Igensdorf und den Markt Wiesenttal vorgesehen. "Die Gesamtsumme, die in den Landkreis Forchheim fließt, ist allerdings gesunken. Das liegt daran, dass wir eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung haben, ein wichtiges Kriterium bei der Verteilung der Mittel sind die eigenen Steuereinnahmen", führt Michael Hofmann aus, der Mitglied des Haushaltsausschusses des Bayerischen Landtags ist. Die Stadt Forchheim hatte 2019 noch rund 6,5 Millionen Euro an Schlüsselzuweisungen bekommen, 2020 waren es rund 2,2 Millionen Euro. Nächstes Jahr bekomme die Stadt erwartungsgemäß keine Schlüsselzuweisungen, weil die Berechnung die durchschnittliche Ausgabebelastung und die eigene Steuerkraft zugrunde lege.

Mit diesem Verteilungsschlüssel werden Gemeinden mit geringeren eigenen Steuereinnahmen gestärkt. Damit sollen die Schlüsselzuweisungen zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in ganz Bayern beitragen.

Die Beträge im Einzelnen: Dormitz 466 036 Euro, Ebermannstadt 965 872, Effeltrich 420 848, Eggolsheim 1 091 568, Egloffstein 982 364, Hallerndorf 656 448, Hausen 512 320, Heroldsbach 1 229 596, Hetzles 340 180, Hiltpoltstein 456 500, Igensdorf 1 214 504, Kirchehrenbach 427 700, Kleinsendelbach 252 220, Kunreuth 422 584, Langensendelbach 388 064, Leutenbach 379 156, Neunkirchen am Brand 684  600, Obertrubach 757 976, Pinzberg 547 808, Poxdorf 129 352, Pretzfeld 717 956, Unterleinleiter 543 564, Weilersbach 607 352, Wiesenthau 522 972, Wiesenttal 1  034 964.

"Der kommunale Finanzausgleich 2021 wird trotz massiv sinkender Steuereinnahmen insgesamt auf der Rekordhöhe von 10,36 Milliarden Euro in Bayern fortgeführt. Damit erhalten wir die Investitions- und Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen", erklärt Hofmann. Elf der 29 Landkreiskommunen können von höheren Schlüsselzuweisungen als im Vorjahr profitieren.

Sebastian Körber ergänzt: "Auch die Ausfälle aus der Gewerbesteuer werden den Kommunen von Bund und Freistaat zu 100 Prozent ersetzt. Es ist gut, dass der Freistaat seine Kommunen auch in Krisenzeiten nicht im Stich lässt. Die Corona-Pandemie wird uns allen noch einiges abverlangen." red