Alexander Müller

"Diese Nachricht macht mich unheimlich traurig, da geht ein Stück Kulmbach, da geht Handwerk, da geht Persönliches ... aber ich kann es auch verstehen ... die Menschen dahinter haben auch nur ein Leben...", kommentiert Alexandra H. auf der Facebook-Seite der BR die überraschende Nachricht von den Schließungs-Plänen der Traditionsmetzgerei Lauterbach am Marktplatz.

"Echt ne Katastrophe"

Sabine S. schreibt: "Das ist

echt ne Katastrophe. (...) Jedenfalls hab ich das immer mit meiner Heimatstadt verbunden." Und Simo Ne fügt hinzu: "Oh nein! Ich finde das einfach nur schade!"

"Ein weiterer trauriger Schritt in Richtung toter Innenstadt. Ein Traditionsbetrieb mit Top-Qualität und guter Fachberatung. Diese Nachricht ist furchtbar und einfach nur schlimm. Es tut mir vor allem auch für die Mitarbeiter leid! Da sind Leute dabei, die mir dieser Traditionsmetzgerei, seit Jahrzehnten durch dick und dünn gehen", kommentiert Michael O. Und Werner S. schreibt: "Na, dann können die Konzepte für die Innenstadtberuhigung weiter fortgeführt werden ... Schade, aber auch logisch, Wer kauft bei einem Metzger ein, wo fast nichts mehr im Umfeld an Läden ist, da wird Industrieware im Discounter oder Edeka gekauft, Parkplatz vor dem Laden, ... sehr schade für Kulmbach - wieder ein Schritt mehr zum ,Einheitsbrei'"

Die "einfallslosen, lustlosen und schwerfälligen politischen Entscheidungen in Kulmbach" macht Renè J. zum Thema. Ihm widerspricht aber Dä Wolfi Batzen: "Wir leben anscheinend in zwei verschiedenen Kulmbach, so von der Wahrnehmung."

Einige User erinnern sich auch frühere Zeiten, etwa Bianca G.: "Kulmbach kann auch schließen! Mann, war das damals mit Tengelmann, Kaufhalle, Fundgrube usw. ne schöne Stadt. Traurig traurig..."

"Moderner Einheitsbrei"

Karin G. ergänzt: "Ach, geh mal noch bis Anfang der 80er zurück: Moser, Viandt, Weiß, Loske, Schuberth, Tauer, Dörnhöfer, Tichy, Salomon, ... und unzählige andere Läden ... alle weg. Was kommt, ist der moderne Einheitsbrei der großen Ketten." Sebastian S. schließlich thematisiert ironisch die Nachwuchsprobleme des Handwerks: "Hoffentlich gehen noch mehr Kinder studieren, anstatt was Handwerkliches zu lernen", schreibt er.