Der Vorstand des Schaeffler-Konzerns informierte letzten Mittwoch die Arbeitnehmervertreter im Wirtschaftsausschuss über ein geplantes Maßnahmenpaket. Die Standorte Höchstadt und Hirschaid sind davon betroffen: der Standort Hirschaid mit 95 Stellen, der Standort Höchstadt mit 445 Stellen. Die IG Metall ruft heute Mittwoch, 16. September, die Beschäftigten bei Schaeffler zum bundesweiten Aktionstag auf.

Auch an den beiden von der IG Metall Bamberg betreuten Standorten Höchstadt und Hirschaid wird es Aktionen geben, mit denen die Mitarbeiter gegen die geplanten Maßnahmen demonstrieren. In Höchstadt soll die komplette Industrie-Sparte des Konzerns ausgegliedert werden, dies betrifft knapp ein Drittel des gesamten Standortes.

Am Standort Hirschaid findet am Mittwoch um 11 Uhr eine offene Betriebsratssprechstunde statt. Der Betriebsrat von Scha effler Hirschaid wird die Beschäftigten über die geplanten Maßnahmen des Arbeitgebers informieren.

Am Standort Höchstadt finden ebenfalls heute, Mittwoch, ab 14 Uhr mehrere Aktionen statt. Vor dem Werkstor werden die Familienangehörigen der 445 Beschäftigten, deren Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, stehen. Im Werk selbst wird es eine Menschenkette geben, die symbolisch darstellt, dass die Beschäftigten weiterhin an einem Strang ziehen.

In einer weiteren Aktion wird die Industrie-Sparte in Höchstadt mit einem Karton-Sarg sinnbildlich zu Grabe getragen. Im Rahmen einer außerordentlichen Betriebsversammlung werden neben dem Betriebsratsvorsitzenden, Roland Holler, und dem IG-Metall-Betriebsbetreuer Martin Feder auch Gäste aus der Politik und der Kirchen zu den Beschäftigten sprechen.

Das vom Schaeffler-Vorstand angekündigte Paket beinhaltet die Schließung mehrerer Standorte sowie einen Personalabbau von insgesamt 4400 Stellen in Deutschland. Zusätzlich wird der Konzern durch zahlreiche Produktverlagerungen massiv umstrukturiert. Die IG Metall Bamberg betreut zwei Schaeffler-Standorte: den Standort Hirschaid im Landkreis Bamberg sowie den Standort Höchstadt im Landkreis Erlangen-Höchstadt. An beiden Standorten sind aktuell jeweils rund 1500 Menschen beschäftigt. red