Die Stadt Stadtsteinach plant einen Vollausbau der Gemeindeverbindungsstraße Stadtsteinach-Gumpersdorf mit Fördermitteln, wovon der Untersteinacher Gemeinderat in seiner Julisitzung unterrichtet worden war. Die Verwaltung hat deshalb mit der Nachbarstadt und dem mit der Planung beauftragten Ingenieurbüro IBP aus Kulmbach Kontakt aufgenommen, um zu prüfen, inwieweit auch für einen Vollausbau der Straße im Gemeindebereich Untersteinach staatliche Mittel in Aussicht gestellt werden.
Wie Bürgermeister Volker Schmiechen (SPD) am Dienstagabend ausführte, fielen für das rund 550 Meter lange Straßenstück Baukosten von 390 000 Euro an. Hinzu kämen noch Baunebenkosten in Höhe von 58 500 Euro. Das Gemeindeoberhaupt teilte weiter mit, dass das Staatliche Bauamt Bayreuth inzwischen beide Straßenstücke vor Ort besichtigt und grundsätzlich für förderfähig befunden hat. Ein Ausbau der beiden Gemeindeverbindungsstrecken unter der Federführung der Stadt Stadtsteinach scheide aber wegen unterschiedlicher Fördervoraussetzungen der beiden Kommunen aus.


Täglich rund 500 Fahrzeuge

Vonseiten des Büros IBP war Christian Heiß bei der Untersteinacher Zusammenkunft am Dienstagabend dabei. Er sagte, dass der Stadtsteinacher Vollausbau mit einer Straßenbreite von fünf Metern erfolge, plus einem Meter Bankett beiderseits. Derzeit betrage die Fahrbahnbreite 4,25 bis 4,50 Meter. Das Verkehrsaufkommen liege täglich bei rund 500 Fahrzeugen.
Die Gemeinderäte Jürgen Laaber (SPD) und Alfred Vießmann (UBG) sprachen den von der Gemeinde Untersteinach notwendigen Einsatz von rund 200 000 Euro für einen Vollausbau an.
Sie stellten dieser Summe den augenblicklich nur akut erforderlichen Aufwand von rund 5000 Euro für das bereits abgefräste 50 Meter lange sanierungsbedürftige Teilstück gegenüber. Dem pflichtete auch Bürgermeister Schmiechen (SPD) bei und sagte, dass Untersteinach mit punktuell notwendigen Sanierungen die nächsten Jahre hinkommen werde.
Einstimmig nahm das Ratsgremium vom vorliegenden Sachverhalt Kenntnis und beschloss die Gemeindeverbindungsstraße Gumpersdorf-Stadtsteinach künftig bei entsprechendem Bedarf zu sanieren. Um die Verkehrssicherheit zu wahren, wird die Firma GSG Guttenberger Straßenbaugesellschaft mbH nun das 50 Meter lange Teilstück für 5000 Euro neu asphaltieren.
Gemeindeoberhaupt Volker Schmiechen gab in diesem Zusammenhang auch bekannt, dass die Sanierung des Jägerweges bereits erfolgt sei. Die angefallen Kosten von 12 047 Euro lägen dabei deutlich unter der veranschlagten Summe von 18 000 Euro.


Belag nicht sanierungsbedürftig

Das Staatliche Bauamt Bayreuth teilte der Gemeinde Untersteinach zudem mit, dass der Straßenbelag der Ortsdurchfahrung der B 289 derzeit nicht sanierungsbedürftig ist. Hergerichtet würden aber in nächster Zeit die Schachtabdeckung vor dem Nettomarkt sowie die drei Kanaldeckel am Ortseingang von Kauerndorf kommend. Erst nach der Fertigstellung der B 289 (Ortsumgehung) und Übertragung der Baulast auf die Gemeinde Untersteinach erfolge eine gemeinsame Begehung der Ortsstrecke, wobei Erforderliches festzulegen sei.


Bundesamt lehnt weiter ab

In seiner Sitzung am 15. März hat sich der Gemeinderat mit der 1. Änderung der Plangenehmigung für das Bauvorhaben "Neubau des Bahnsteiges 2 mit Personenüberführung und Aufhöhung des Bahnsteiges 1" im Bahnhof Untersteinach befasst. Diese wurde vom Ratsgremium zur Kenntnis genommen. Mit Schreiben vom 20. Juli hat das Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Nürnberg, der Kommune nun den schriftlichen Erhalt bestätigt und verweist bezüglich der weiterhin ablehnenden Stellungnahmen zum Gesamtvorhaben auf den Ausgangsbescheid vom 27. August 2014.