Florian Kirfel vom Büro Gründer/Kirfel stellte die Machbarkeitsstudie vor, die für den Saal des "Weißen Lamms" erstellt worden ist. Der sehr schöne und noch gut erhaltene Saal verfügt über ein filigranes Deckenholzgewölbe, und die Empore eröffnet viele Möglichkeiten der Nutzung, ebenso die Bühne. Kirfel bezeichnete den Fußboden und die Wandvertäfelung als echte Schmuckstücke.

Das Problem bei der ständigen Nutzung des Saals seien nicht nur die Kosten, die für die Instandsetzung zu erwarten sind, sondern auch die gewachsene Umgebung des Gebäudes. Es gebe zum Beispiel ein Fluchtweg-Problem, und der Brandschutz sei nicht gewährleistet, da Feuerschutzfenster fehlten.

Florian Kirfel erklärte, dass es mehrere Möglichkeiten gebe. Zum einen könne man den Saal so behalten, wie er ist. In naher Zukunft müsste dann das Dach erneuert werden. Bei bis zu fünf Veranstaltungen im Jahr könne man hier mit einem aktiven Brandschutz arbeiten.

Für eine dauerhafte Nutzung müsste überlegt werden, ob der Saal an das Gasthaus gekoppelt bleiben oder eigenständig werden soll. Dann müssten Sanitäranlagen eingebaut werden. "Wenn es dauerhaft genutzt werden soll, müssen wir einiges umbauen", sagte Kirfel. Um das Dach so, wie es ist, zu erhalten, würde ein zweites oben draufgesetzt werden. Die Treppe müsste umgebaut, die Fenster müssten zum Nachbarn hin feuerfest ausgeführt und die Heizung und Belüftung erneuert werden. Außerdem sei eine barrierefreie Erschließung sinnvoll.

Der Kostenrahmen verschlug dem Gremium dann ein wenig die Sprache: Bei der ersten Möglichkeit würden circa 200 000 Euro anfallen, die an das Gasthaus gebundene Lösung würde mit einer Million Euro zu Buche schlagen. Eine Erschließung ohne Gasthaus läge bei 1,5 Millionen Euro. Sollte man das Umfeld berücksichtigen, zum Beispiel durch Kauf des Nachbargrundstückes, kämen noch 330 000 Euro dazu.

Rudolf Ruf (CSU) meinte, es sollte erst einmal ausgelotet werden, welche finanziellen Hilfen man hierfür bekommen könnte.

Bürgermeister Pöhnlein meinte, man wolle den Saal auch weiterhin drei- bis fünfmal im Jahr mit aktivem Brandschutz nutzen. Das Gebäude sei schließlich in privater Hand. sd