Stefan Weber kommt zwar aus Österreich, fühlt sich aber in Franken und insbesondere Hannberg sehr wohl und konnte jetzt sogar Goldene Hochzeit hier feiern. Weber wurde in der Steiermark geboren, verbrachte ab 1951 einen Teil seiner Kindheit im Hunsrück und kam sieben Jahre später nach Hannberg. In Herzogenaurach begann er bei Schaeffler eine Lehre als Werkzeugmacher. Seine Tätigkeit bei Schaeffler als Einsteller wurde durch den 18-monatigen Wehrdienst unterbrochen.
Natürlich war er, wie seine Kumpels auch, in den Nachbargemeinden bei Kirchweihen oder Tanzveranstaltungen unterwegs. "Meine Roswitha habe ich 1966 beim "Emil" Wersal, alle nannten ihn nur Emil, in Hemhofen kennengelernt, aber es funkte erst beim zweiten Blick in Sambach beim Tanz", verriet er schmunzelnd.
Bereits ein Jahr später führte er die Röttenbacherin zum Traualtar in der Hannberger Wehrkirche. Dem Ehepaar wurden eine Tochter und zwei Söhne geschenkt und mittlerweile freut sich das Paar auch über drei Enkel.
Im Jahr 1973 wechselte Stefan Weber zur Sylvania, bekam dort später auch eine Meisterstelle in der mechanischen Instandsetzung und blieb dort bis zum Erreichen des Rentenalters. Als Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn bezeichnete er einen mehrmonatigen Aufenthalt in Brasilien, als in São Paulo eine Fertigungslinie für Leuchtstofflampen installiert und in Betrieb genommen wurde.
Seine Frau Roswitha absolvierte den Berufsabschluss als staatlich geprüfte Hauswirtschafterin und führte auch über zwei Jahre den Haushalt einer vierköpfigen Hoteliersfamilie in Köln. Nach der Heirat und zwischen den Kindern arbeitete sie dann noch einige Jahre bei Siemens und bei Schaeffler.
Wer Stefan Weber kennt, der weiß auch sein ehrenamtliches Engagement zu schätzen, so beim 1. FC Niederlindach, beim Soldaten- und Kameradschaftsverein in Niederlindach (SKV) und bei der BJV Kreisgruppe Forchheim. Weber liebt den Schießsport. So organisiert der geprüfte Böllerschütze auch das jährliche Böllerschießen bei der beliebten Herings-Kerwa. Ein anderes seiner Hobbys ist das Motorradfahren.
Seine Frau liebt ihren gepflegten Garten und natürlich die Enkel, außerdem schwingt sie sich gerne aufs Fahrrad, sitzt aber auch häufig an der Nähmaschine. Das Ehepaar liebt den Urlaub und insbesondere den Balaton und das Allgäu.
Die Goldene Hochzeit, zu der auch Bürgermeister Horst Rehder gratulierte, wurde im Kreise von Familie und Freunden im Niederlindacher Sportheim gefeiert. Und wie sollte es auch anders sein, die Gäste wurden mit Böllerschüssen überrascht und Bernhard Ackermann (Vorsitzender des SKV) ließ seine weißen Tauben in die Lüfte steigen, wie es eben bei einer Hochzeit Brauch ist.