"Ich bin sehr glücklich, dass wir die Hornisten wieder begrüßen können. Es ist jedes Jahr nicht einfach, weil wir da immer auf den freien Tag angewiesen sind, den die Hornisten für uns opfern, und natürlich auch auf die Zusage von Katharina Wagner von der Festspielleitung, die die Erlaubnis geben muss, dass sie bei uns spielen dürfen", erklärt Schlossherrin Iris von Künßberg. Statt im Orchestergraben des Festspielhauses werden die Hornisten also am 8. August auf der Schlossbühne Platz nehmen. Der Einlass in den Schlosshof erfolgt bereits ab 18 Uhr.

Eines kann man jetzt schon versprechen: Es wird ein schönes Konzert werden, und dazu liefert der romantische Schlosshof das passende Ambiente. Das Hornisten-Konzert hier ist längst kein Geheimtipp mehr, denn wann hat man schon die Gelegenheit, Mitglieder des Festspielorchesters zu hören und auch zu sehen?

Die Hornisten freuen sich auf das Konzert in Wernstein, keine Frage, denn das einmalige Ambiente ist auch für sie etwas Besonderes, auch wenn die Planung neben der Tätigkeit bei den Festspielen nicht einfach ist. Josef Weissteiner, ein Mitglied der Horngruppe des Bayreuther Festspielorchesters: "Die Einladung von Iris von Künßberg zu diesem Konzertabend im Schlosshof von Wernstein freut uns Hornisten der Bayreuther Festspiele sehr, und wir bedanken uns bei Katharina Wagner dafür, dass sie uns diese Konzertgelegenheit jedes Jahr genehmigt. Darüber hinaus ist es für uns eine schöne Gelegenheit, neben der Orchestertätigkeit in Bayreuth auch als Hornensemble zu konzertieren."

Fast jedes Wochenende findet auf Schloss Wernstein eine Hochzeit statt, und der 8. August war der einzige Termin, der noch frei war.

Traditionell werden die Festspiel-Hornisten das Konzert mit der sogenannten "Maisel"-Fanfare eröffnen, die einmal für die Hornisten der Bayreuther Festspiele geschrieben wurde. Josef Weissteiner: "Manfred Klier, ein langjähriges Mitglied der Horngruppe im Bayreuther Festspielorchester, hat diese Fanfare für acht Hörner geschrieben, und sie wird traditionell zur Eröffnung des Konzerts in Wernstein gespielt."

Außerdem ist auf dem Programm eine Barock-Suite von Michael Praetorius, einem deutschen Komponisten, Organisten, Hofkapellmeister und Gelehrten im Übergang von der Renaissance- zur Barockzeit. Im ersten Teil ist auch ein sogenannter Waldblock zu hören, mit herrlichen Liedern, die zum Thema Wald passen.

Tannhäuser-Phantasie

Josef Weissteiner: "Am Ende des ersten Teils werden wir - und das ist auch ein wenig zur Tradition in den letzten Jahren geworden - passend zur Premiere in diesem Festspielsommer eine Tannhäuser-Phantasie für acht Hörner spielen."

Nach der Pause werden sich die Hornisten in zwei Blöcke aufteilen und sich die Töne zuspielen. Zu hören sind ferner Jagdfanfaren, dabei auch aus der romantischen Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber. Zum Abschluss des Konzertes folgt der "Abendsegen" aus der Oper "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck. Hornist Josef Weissteiner: "Ich könnte mir vorstellen, dass das am Ende des Konzertabends was zum Dahinschmelzen ist. Wir haben natürlich auch wie immer ein paar Zugaben parat."

Erstmals bei den Bayreuther Festspielen und auch beim Konzert auf Schloss Wernstein ist der Spanier Adrian Diaz aus der Nähe von Madrid dabei: "Es war schon immer ein Traum von mir, bei den Bayreuther Festspielen mitzuwirken, und als die Einladung für die Festspielsaison 2019 durch die Festspielleitung erstmalig kam, habe ich mich natürlich riesig darüber gefreut."

Die Besucher werden wie immer bewirtet, mit kühlen Getränken und auch mit Bratwürsten. Die Vereine von Wernstein werden wieder bei der Bewirtung mithelfen.