Das Gesundheitsamt Haßberge meldet acht weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der bisher bestätigten Fälle auf 654 (Stand: 16. November, 14 Uhr), wie das Landratsamt am gestrigen Montag mitteilte.

438 Bürger sind inzwischen wieder genesen. Aktuell sind 209 Personen mit dem Virus infiziert. Neun Personen werden stationär im Krankenhaus behandelt. Sieben Menschen sind im Zusammenhang mit der Infektion gestorben. In häuslicher Isolation befinden sich 914 Personen. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit aktuell bei 174,20 für den Landkreis.

Das Besuchsverbot in den beiden Krankenhäusern bleibt bestehen. Aufgrund der steigenden Inzidenzwerte im Landkreis hatte der Krisenstab der Haßberg-Kliniken ein generelles Besuchsverbot beschlossen. Ausnahmen gelten nur für werdende Väter, die bei der Entbindung dabei sein dürfen, sowie für Schwerstkranke und Patienten am Lebensende. Hier sind Besuche nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt möglich.

Fünf Corona-Betroffene

Eine gute Nachricht gibt es aus der Senioreneinrichtung in Hofheim. Nach fünf Corona-Infektionen, die vor eineinhalb Wochen bekanntgeworden sind, teilte die Caritas als Träger gestern mit, dass es keine weiteren Ansteckungen in den Altenpflegeeinrichtungen Sankt Martin und Sankt Anna in Hofheim gibt. Weitere Untersuchungen haben laut Caritas keine positiven Testergebnisse gebracht. Das Besuchsverbot bleibt laut Gesundheitsamt bis einschließlich Mittwoch, 18. November, bestehen.

Kürzlich informierte die Caritas, dass in einer Reihentestung, die die Caritas seit dem Sommer freiwillig in der Senioreneinrichtung vornimmt, positive Befunde zum neuen Coronavirus aufgefallen sind. Es handelte sich um vier Mitarbeiter und einen Bewohner der Einrichtungen in Hofheim.

Im Anschluss an diese Befunde wurden umgehend weitere Tests durchgeführt. Die erste Testrunde aller Bewohner sowie aller Mitarbeiter ergab keinen einzigen weiteren Corona-Fall.

Nun hat auch die zweite Testrunde am 11./12. November "nur gute Nachrichten erbracht", meldete gestern die Caritas. Erneut sind alle Bewohner des Altenservicezentrums Sankt Martin und der Hausgemeinschaften Sankt Anna ohne jeglichen Befund aus der Testung hervorgegangen. "Am vergangenen Freitagabend, 13. November, wurden wir dazu vom Gesundheitsamt informiert", erklärt die Caritas.

Nach aktuellem Stand gilt das auch bei den Mitarbeitenden. Allerdings liegen bei den Beschäftigten noch nicht alle Ergebnisse vor. Einige stehen noch aus, die meisten aber sind bekannt und alle negativ.

Laut Anordnung des Gesundheitsamtes besteht das Besuchsverbot für Sankt Martin und Sankt Anna bis einschließlich Mittwoch, 18. November. Ab dem Donnerstag, 19. November, dürfen wieder Besucher empfangen werden. Da der Inzidenzwert im Landkreis Haßberge immer noch hoch ist, ist ab dem Donnerstag weiterhin nur ein Besuch einer Person je Bewohner und Tag möglich.

Melanie Schröder, Einrichtungsleiterin in Hofheim, zog das Fazit: "Wir sind sehr erleichtert. Die letzten Wochen waren anstrengend - für uns als Mitarbeitende und sicherlich auch für unsere Bewohnerinnen und Bewohner und deren Angehörige. Unser großer Dank geht an alle Beteiligten für ihr Mithelfen, unsere pflegebedürftigen Bewohnerinnen und Bewohner und unsere Mitarbeitenden und deren Familien so gut wie irgend möglich zu schützen."

Einreiseregelungen

Ergänzend zu den geltenden Regelungen weist das Landratsamt auf die Einreise-Quarantäneverordnung (EQV) hin, die seit dem 9. November gilt. Diese bestimmt, dass Personen, die in den Freistaat Bayern einreisen und sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise in einem vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet sind, sich für zehn Tage (statt bisher 14 Tage) in häusliche Quarantäne zu begeben. Eine Verkürzung der Quarantänedauer kann durch einen negativen Test auf Sars-CoV-2 frühestens nach fünf Tagen erfolgen. Die betroffenen Personen sind verpflichtet, die Kreisverwaltungsbehörde zu kontaktieren. Die Kontaktaufnahme soll dabei vorrangig durch die digitale Einreiseanmeldung erfolgen unter www.einreiseanmeldung.de. Wer keine digitale Möglichkeit hat, kann seine Kontaktdaten telefonisch übermitteln unter der Rufnummer 09521/27721.

Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb Deutschlands, für die zum Zeitpunkt der Einreise nach Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Welche Länder als Risikogebiete eingestuft werden, kann tagesaktuell abgerufen werden unter www.rki.de. red