Das Schlosstheater Thurnau beendet seine coronabedingte Zwangspause. Intendant und Schauspieler Wolfgang Krebs möchte ab dem 10. Oktober nach langer Zeit wieder Zuschauer im alten Rathaus begrüßen.

Bei der ausgesprochen gut besuchten Hauptversammlung des Fördervereins Schlosstheater in der Gaststätte Werner in Muckenreuth hatte sich Krebs ebenso wie Vorsitzender Dietmar Hofmann und Schatzmeisterin Martina Hofmann ganz herzlich für die großartige moralische und finanzielle Unterstützung während dieser schwierigen Zeit bedankt.

Durch die vielen Spenden und die Bereitschaft der Schlosstheater-Freunde, Gutscheine für die Zeit nach der Pandemie zu erwerben, sei es gelungen, die Einrichtung finanziell über Wasser zu halten. Auch staatliche Hilfe habe man in Anspruch nehmen können.

Unter Einhaltung der aktuellen Coronaregeln und Hygienemaßnahmen wolle man den Theaterfreunden im Herbst wieder ein anspruchs- und humorvolles Programm bieten. Los geht es laut Krebs am 10. Oktober mit der Premiere der französischen Komödie "Achterbahn", bei der der Zuschauer durch die vielen überraschenden Wendungen bis zum Schluss in Atem und bei guter Laune gehalten wird.

Zur Adventszeit folgt dann ein herzerwärmender Abend mit weihnachtlicher Lyrik von Erich Kästner, musikalisch untermalt von Tanja Schaller und Martin Köhlerschmidt. Und am 18. Dezember feiert das Schlosstheater die Premiere der fulminanten Komödie "Die Wunderübung" von Daniel Glattauer, ein Kammerspiel als aberwitzige Therapiestunde für ein zerrüttetes Ehepaar. Mit pointierten Dialogen schafft es Glattauer gekonnt, die feinen Zwischentöne im Dschungel der Gefühle darzustellen.

Wolfgang Krebs gab bei der Hauptversammlung auch bekannt, dass er bereits mit den Planungen der Schlossfestspiele im Sommer 2022 begonnen habe.

Dietmar Hofmann dankte auch dem Markt Thurnau, der dem Schlosstheater die Miete für die Räume im alten Rathaus während der spiel- und probenfreien Zeit erlassen habe. Rückblickend stellte er fest, dass die Entscheidung, ab dem Frühjahr 2020 alle Veranstaltungen abzusagen, absolut richtig gewesen sei.

Manfred Gareis schlug noch vor, Aufführungen mit einer coronabedingten Zuschauerbeschränkung zu ermäßigten Preisen als Live-Stream zu zeigen. red