Die Gemeinde war ausgewählt für das Förderprojekt Energiecoaching Plus. In der jüngsten Ratssitzung stellte Ralf Deuerling von der Energievision Franken GmbH die Ergebnisse vor. Bei dem Projekt handelt es sich um eine Initialberatung für Kommunen in Sachen Klimaschutz, Energieeinsparung und erneuerbare Energien.

"Wieviel Strom und Wärme verbraucht die Gemeinde?" Diese Frage bezeichnete Deuerling als essenziell. Ramsthal produziere schon sechs Mal so viel Strom, wie der Ort verbrauche. Dennoch seien nur rund 19 Prozent des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt. Dies sei dem Ölverbrauch geschuldet, der bei Heizen und Mobilität noch die übergeordnete Rolle spiele. Mit 6,3 Tonnen CO2 pro Person und Jahr liege man zwar unter dem Bundesdurchschnitt von 8,5 Tonnen, aber um wichtige Klimaziele zu erreichen, müsse der Wert unter einer Tonne liegen.

Wichtig sei es, vom Heizöl wegzukommen. Dafür gebe es einige Förderprogramme, meinte Deuerling. Der jährliche Energieverbrauch sei nun für jedes gemeindliche Gebäude abrufbar, müsse aber aktuell gehalten werden.

Näher betrachtet habe man das Sport-/Vereinsheim. Als energetische Maßnahmen schlug er vor, die Fenster zu ertüchtigen, die Geschossdecke und die Außenfassade zu dämmen sowie die Ölheizung gegen eine Pellets-Heizung auszutauschen. Deuerling ging auch auf ein mögliches Nahwärmenetz im Quartier Rathaus, Haus erLebenskunst und Lehrerwohnungen ein. Mit Investitionskosten von rund 350 000 Euro und 13 Cent je Kilowattstunde sei es aber nicht lohnend. Man müsse versuchen, das Vorhaben auszuweiten und Privathaushalte mit ins Boot nehmen.