Hermann Henneberger erhielt im Pflegeheim in Maroldsweisach Glückwünsche zu seinem besonderen Wiegenfest.
Seine Wiege stand in Heldburg, dort hat er auch sein gesamtes Arbeitsleben verbracht. Hermann Henneberger feierte am Samstag im Alten- und Pflegeheim Klinger in Maroldsweisach bei altersgemäßer Gesundheit seinen 95. Geburtstag. Geboren ist der Jubilar am 24. Dezember 1921 in Heldburg/Thüringen, wo er auch die Schule besucht hat. Gelernt hat er den Beruf eines Tünchners, heute ist das der Maler und Verputzer.
Im Jahr 1938 wurde Henneberger als 18-Jähriger eingezogen und musste nach Russland. Dort war er bis 1945 und kehrte mit einer Schussverletzung an der rechten Hand in seinen Heimatort Heldburg zurück. Im Jahr 1949 heiratete er seine Frau Margot, geborene Nennstiel, die er in Gleicherwiesen, einem Ortsteil von Römhild im Landkreis Hildburghausen/Thüringen, kennen gelernt hatte. Die Ehe blieb kinderlos. Mit knapp 30 Jahren fand Hermann Henneberger in einer Spielwarenfabrik in Heldburg Arbeit, wo er bis zu seiner Rente tätig war. Mobil war der Jubilar stets zu Fuß oder auf zwei Rädern. Entweder war er mit seinem Roller oder mit dem Fahrrad unterwegs, einen Führerschein für ein Auto hatte er nie besessen.
"Fahrradfahren war mein Hobby", sagte der Jubilar. Mit dem Fahrrad erledigte er einen Großteil seiner Besorgungen oder unternahm auch hie und da mal eine Fahrradtour.
Trotz seiner Schussverletzung an der rechten Hand führte er gerne Renovierungsarbeiten aus und brachte dabei sein berufliches Können als Tünchner ein. Seit 2011 befindet sich der Jubilar im Alten- und Pflegeheim Klinger in Maroldsweisach. Dort konnte er im Juni 2014 mit seiner Frau Margot, die ebenfalls im dortigen Pflegeheim war, das Fest der "Eisernen Hochzeit" feiern. Seine Frau ist im Oktober des gleichen Jahres verstorben. Direkte oder nahe Verwandte hat Hermann Henneberger keine mehr.
Als entfernte Verwandte steht dem Jubilar das Ehepaar Hochstedter aus Heldburg nahe, welches unter den Gratulanten war. Deren Tochter, Doreen Büschel, wohnt in Maroldsweisach und gehört dem dortigen Marktgemeinderat an.
Sie und Bürgermeister Wolfram Thein kamen am Vormittag des Heiligen Abends, um Hermann Henneberger zu seinem 95. Geburtstag zu gratulieren.