Die Finanzen standen bei der jüngsten Zeitlofser Marktgemeinderatssitzung auf der Agenda. So lag bei den Räten die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2021 auf dem Tisch.

Der Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2021 schließt im Verwaltungshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 4 232 050 Euro und im Vermögenshaushalt in den Einnahmen und Ausgaben mit 3 733 600 Euro. Kreditaufnahmen für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen werden nicht festgesetzt. Die Steuersätze (Hebesätze) für nachstehende Gemeindesteuern werden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (A) 355 v. H., für die Grundstücke (B) 340 v. H. sowie die Gewerbesteuer 330 v. H.

Der Marktgemeinderat beschloss laut Protokoll die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2021. Anschließend bedankte sich 2. Bürgermeister Volker Roth bei der Verwaltung, beim Kämmerer Lothar Schöppner und beim Geschäftsleiter Tobias Fritzmann für die Vorbereitung des Haushalts.

Investitionen stehen an

Zudem beschlossen die Räte der Finanzplanung des Marktes Zeitlofs für die Finanzplanungsjahre 2022 bis 2024. 2. Bürgermeister Volker Roth erwähnte in diesem Zusammenhang die größten Posten des Verwaltungshaushalts. Insbesondere die Personalkosten in Höhe von 1,2 Millionen Euro seien Gelder, die als Wertschöpfung in der Gemeinde und Region verbleiben. Der Markt Zeitlofs stelle als attraktiver Arbeitgeber Arbeitsplätze zur Verfügung, ist im Protokoll zu lesen. Im Vermögenshaushalt sprach der 2. Bürgermeister die Investitionen für die Grundschule, die Wasserversorgung, das Bahnhofsgelände Zeitlofs und Rupboden und das Gewerbegebiet Detter an.

Der Ausbau der Wasserversorgung sei dringend notwendig. Für die Sanierung der Grundschule seien letztes Jahr und dieses Jahr Kosten für das Ausweichquartier Alte Schule Zeitlofs angefallen. In diesem Jahr und im nächsten Jahr würden erhebliche Kosten für die derzeit laufende Sanierung der Grundschule anfallen, heißt es weiter. Das Gewerbegebiet Detter biete Perspektiven für die heimischen Betriebe.

Die Pro-Kopf-Verschuldung werde zum 31. Dezember 2021 bei 328 Euro liegen. Durch die geplanten Kreditaufnahmen von 500 000 Euro im Jahr 2022 und 1 600 000 Euro im Jahr 2023 werde die Pro-Kopf-Verschuldung auf über 1300 Euro steigen und liege dann in etwa doppelt so hoch wie der derzeitige Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden.

Bei der Wasserversorgung wurde derzeit ohne staatliche Förderung geplant, da die Höhe der Förderung derzeit noch nicht beurteilt werden könne. Sie werde aber wohl im Vergleich zur Investitionssumme eher gering ausfallen.

Die Schlüsselzuweisung habe sich gegenüber dem Vorjahr halbiert, und die Kreisumlage sei um 300 000 Euro gestiegen.

Debatte über Luftfilter

Bei der Beratung über die Beschaffung von mobilen Luftfiltergeräten beziehungsweise Lüftungsanlagen für die Grundschule und Kindergärten wurde deutlich herausgestellt, dass mobile Luftreinigungsgeräte auf keinen Fall die natürliche Lüftung ersetzen können. Die natürliche Lüftung könnte allenfalls durch eine zentrale Lüftungsanlage ersetzt werden. Für eine solche Anlage würden geschätzte Kosten von circa 334 000 Euro anfallen. Bei der derzeitigen Sanierung der Grundschule wurde auf die Installation einer Lüftungsanlage verzichtet, da man eine natürliche Lüftung für ausreichend und wirtschaftlich erachtet hat. Eine kurzfristige Nachrüstung werde vom Marktgemeinderat als unwahrscheinlich angesehen, da im Moment die notwendigen Fachplaner auf längere Sicht bereits ausgebucht sind.

Bei den geschätzten Kosten müsste eventuell auch eine europaweite Ausschreibung gemacht werden.

Nach ausführlicher Diskussion fragte der 2. Bürgermeister Volker Roth, wer für die Beschaffung von Luftfiltergeräten sei, die eine fachplanerische Voraussetzung notwendig machen würde. Das Ergebnis ergab null Ja-Stimmen und zwölf Nein-Stimmen. Der Antrag wurde somit einstimmig abgelehnt.

Der Marktgemeinderat beschloss zudem, dass ein Beitritt zu der im Landratsamt Bad Kissingen angesiedelten Zentralen Beschaffungsstelle beabsichtigt werde. Der Marktgemeinderat werd vor Abschluss einer diesbezüglichen Vereinbarung beteiligt, heißt es. red