Das Herbstprogramm der Prinz-Albert-Gesellschaft Coburg beginnt bereits am Freitag, 8. Oktober. Es handelt sich dabei um zwei Vorträge, die online verfolgt werden können.

Aufgrund der unwägbaren Entwicklung der Corona-Pandemie, die eine Planung von größeren (internationalen) Präsenzveranstaltungen schwierig gestalte, habe die Prinz-Albert-Gesellschaft auch in diesem Jahr keine Jahrestagung in Coburg durchführen können, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die bereits geplante 39. Tagung zum Thema "Britische Deutschlandreisende" soll im September 2022 nachgeholt werden. Über weitere Details wird die Prinz-Albert-Gesellschaft die Öffentlichkeit zu gegebener Zeit informieren. Dennoch möchte die Gesellschaft in diesem Jahr nicht gänzlich auf einen Austausch verzichten. Deshalb wird im Oktober ein Ersatzprogramm stattfinden, das dem im April verstorbenen Patron der Gesellschaft, HRH Prinz Philip, Duke of Edinburgh, gewidmet ist, und für das hochkarätige Referenten gewonnen werden konnten:

Am 8. Oktober wird Thomas Kielinger (London) über die Rolle Philips als Prinzgemahl sprechen und die Frage nach der Zukunft der britischen Monarchie ohne "den Felsen an der Seite der Queen" diskutieren. Thomas Kielinger, geb. 1940 in Danzig, ist ein deutscher Journalist und Autor, war lange Jahre Korrespondent der "Welt" in London und ist regelmäßiger Mitarbeiter der BBC sowie anderer deutscher und britischer Medien. Von seinem besonderen Interesse an deutsch-britischen Themen zeugen eine Vielzahl von Werken und Publikationen - so auch der Band "Prinz Philip. Der Fels an der Seite der Queen", der auf einem Vortrag basiert, den Thomas Kielinger 2019 im Rahmen der "Prinz-Albert-Festwoche" in Coburg hielt.

Am Freitag, 15. Oktober, lenkt Günther Fuhrmann (Wien) mit dem Vortrag "Die Medici der Coburger - Prinzessin Clémentine d'Orleans, die Grande Dame des Koháry- Zweigs" den Blick seiner Zuhörerinnen und Zuhörer auf die Rolle der Clémentine von Orléans, der Mutter des bulgarischen Zaren, Ferdinand I. Günter Fuhrmann, geb. 1972 in Niederösterreich, studierte Rechtswissenschaften und Kulturmanagement an der Universität Wien. Nach Jahren im Museumsbereich gründete er 2014 die Firma Cantat Heritage & Innovation GmbH mit dem Schwerpunkt Geschichts- und Kulturvermittlung. Seit 2015 forscht er über den Koháry-Zweig der Familie Sachsen-Coburg, publizierte 2018 das Buch "Haus der Könige" bei Amalthea Wien darüber und kuratierte die gleichnamige Ausstellung im Palais Coburg in Wien. Die von ihm kuratierte Ausstellung über Clémentine d'Orleans, wiederum im Palais Coburg, wurde aus gegebenem Anlass ins Jahr 2022 verschoben. Für das österreichische Fernsehen gestaltete er mehrere Dokumentationen über die Coburger, Vorträge und Buchpräsentationen führten ihn bereits einige Male nach Coburg selbst, wie 2016 zur Wiedereröffnung der renovierten Koháry-Gruft in St. Augustin.

Die Online-Vorträge beginnen jeweils um 18 Uhr und sind kostenfrei zugänglich. Das Log-in kann ab 17.45 Uhr erfolgen. Die Einwahldaten werden nach der Voranmeldung bis spätestens 6. beziehungsweise 13. Oktober unter prinzalbertgesellschaft@gmail.com kurz vor der Veranstaltung per E-Mail zugesandt oder sind über die Homepage der Gesellschaft - https://prinzalbertgesellschaft.com - abrufbar. red