Marco Meissner

Wenn die ältere Dame mit Tanja Hanna und Julia Grünbeck redet, hat es ein wenig von einem Gespräch zwischen Mutter und Töchtern. Es wird geflachst und herzlich miteinander umgegangen. Die beiden jüngeren Frauen, welche der Seniorin beim zu Bett gehen helfen, sind aber keine Verwandten. Sie arbeiten in der Altenpflege. Ein Beruf, der angesichts der Demografie immer wichtiger wird. Aber auch ein Beruf, der mit Nachwuchs- und Fachkräftemangel kämpft.
Geschäftsführer Rainer Schreier und Einrichtungsleiter Roland Funk erklären bei einem Gespräch im ASB-Seniorenzentrum Rothenkirchen, dass Jobs in der Pflege vor sieben, acht Jahren noch stärker nachgefragt waren. "Da hatte man Sicherheit", betont Schreier. Heute würden Sicherheit und Geld eher in der Industrie gesucht. Dabei werde in der Pflegebranche nicht schlecht gezahlt.