Die Fahrt mit der Kutsche war ein Abschiedsgeschenk, das wohl ganz den Geschmack von Pfarrer Wolfgang Schmidt traf. Der langjährige Frensdorfer Seelsorger, der mit dem 1. September seinen Ruhestand antrat, hatte sich bereits am Sonntag im Gottesdienst von seinen Pfarrkindern verabschiedet.

Lollis und Rosen

Bei angenehmen Temperaturen - nicht zu kühl und nicht zu heiß - begann die Reise mit zwei PS vor der Frensdorfer Kirche. Pfarrer Schmidt, ausgerüstet mit einer Tasche voller Lollis und einem riesigen Vorrat an Rosen, wurde von Bürgermeister Jakobus Kötzner und dessen Stellvertreter Norbert Neundorfer abgeholt. Der Mahrsbräu-Kutscher Hans Müller lenkte das Gespann. Zu Ehren seiner Gäste hatte er seine original oberfränkische Bierkutscher-Tracht angelegt.

Ein Herz für Kinder

Mit mehreren Stationen waren "die Reisenden" drei Stunden unterwegs und legten dabei zehn Kilometer zurück. Von der Frensdorfer Kirche aus ging es durch die Marien- und die Reundorfer Straße Richtung Rathaus. Von da aus ins Neubaugebiet, wohl wegen der vielen kleinen Bürger, die es dort gibt. Immer wieder traf die Gruppe an ihrem Weg auf Kinder und deren Mütter.

Der Seelsorger, der für sein "Herz für Kinder" bekannt ist, verteilte Lollis an die Kleinen. Für deren Mütter hatte er die Rosen im Gepäck. Mitunter ließ Schmidt das Gefährt auch anhalten, um kranke Pfarrkinder aufzusuchen.

Pizza zur Stärkung

Mit Simmerl und Sam, den bereits zwanzig Jahre alten Pferden, ging es gemächlich weiter nach Vorra und Abtsdorf. Über den "Langen Strich" führte der Weg zurück nach Frensdorf. Zum Abschluss des gelungenen Ausflugs wurde in der Pizzeria am Marktplatz eine Stärkung eingenommen.