Er wollte nicht im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen, sondern für den scheidenden Pfarrer Ekkehard Weiskopf sollte wie immer Gott der Mittelpunkt sein. Am Ende konnte er es aber nicht verhindern, dass sich zumindest beim Empfang im "Johannisheim" alles um seine Person drehte.

Nach neun Jahren Seelsorgedienst in den Pfarreien Schwarzach und Willmersreuth wird Pfarrer Weiskopf in das Dekanat Selb im Landkreis Wunsiedel wechseln und dort als "Springer" fungieren. Der Gottesdienst in der St.-Johannis-Kirche wurde vom Posaunenchor Schwarzach unter der Leitung von Klaus Hübner und der Chorgemeinschaft von Schwarzach-Schmeilsdorf/Rothwind-Fassoldshof unter der Leitung von Alexander Thern musikalisch umrahmt.

Die offizielle Vertretung des Pfarramtes werde, wie Dekan Thomas Kretschmar verlauten ließ, künftig bis auf Weiteres Pfarrer Reinhold Skoda aus Veitlahm übernehmen. Dabei werde er auch von seiner Ehefrau unterstützt, und die Kasualien in den beiden Kirchengemeinden würden auf mehrere Schultern aufgeteilt.

Pfarrer Weiskopf stellte rückblickend fest: "Ich war gerne hier unten, und es war ein schönes Los für mich, hier zu sein, wo ich auch familiäre Wurzeln habe. Es war ein gutes und freundliches Miteinander in der Pfarrei. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich war gerne hier im Kulmbacher Land, aber ich gehe auch gern dort hinauf und freue mich auf die neuen Aufgaben."

Dekan Thomas Kretschmar sprach Pfarrer Weiskopf von seinem Dienst in den Pfarreien Schwarzach und Willmersreuth frei und segnete ihn für seine neuen Aufgaben. Kretschmar dankte Pfarrer Weiskopf für seine Arbeit in der Kirchengemeinde, im Gottesdienst und in der Seelsorgearbeit sowie im Besonderen auch für sein Engagement für die Musik als Obmann des Bezirksposaunenchores.

"Ein dankbarer Rückblick"

Mit Hinweis auf den Gottesdienst-Test in der Wochenendausgabe der BR stellte der Dekan fest: "Gott sei Dank sind Verabschiedungen keine Beurteilungen von einem Pfarrer, sondern ein dankbarer Rückblick für das, was er getan hat."

Mit herzlichen Worten des Dankes verabschiedeten stellvertretende Landrätin und Synodale Christina Flauder sowie Bürgermeister Robert Bosch Pfarrer Weiskopf. Bosch: "Sie haben viele Menschen durch die Stationen des Lebens begleitet und auch die Kirchengemeinden musikalisch bereichert." Für den Kirchenvorstand und die Kirchengemeinden dankten Dieter Stenglein und Ursula Eisenhut, für die Kirchenverwaltung Britta Guist. Im Pfarrheim würdigte Fritz Glock die Hilfe und Zuversicht von Pfarrer Weiskopf in der Flüchtlingskrise. Grußworte sprachen Pfarrerin Bettina Weber für die Kollegen im Dekanat, Pfarrer Michael Schäfer für die evangelische Nachbargemeinde Mainleus sowie Herbert Mayer und Michael Gärtlein vom Vorstand der Kirchengemeinde Mainroth. Rei.