Mit etwas Glück konnte die traditionelle Lichterprozession der St.-Georgs-Pfarrei am Abend des Maifeiertages abgehalten werden. Viele Anwohner des Prozessio...
Mit etwas Glück konnte die traditionelle Lichterprozession der St.-Georgs-Pfarrei am Abend des Maifeiertages abgehalten werden. Viele Anwohner des Prozessionsweges schmückten nämlich trotz der unsicheren Witterung ihre Häuser mit brennenden Kerzen und sorgten so für ein stimmungsvolles Ambiente in der Altstadt. Die Freiwillige Feuerwehr garantierte durch die Straßenabsperrungen des veränderten Prozessionsweges einen reibungslosen Ablauf der Feier.
Bei leichtem Nieselregen wagten die Organisatoren den Auszug aus der Kirche. Einige hundert Gläubige ließen sich vom schlechten Wetter nicht abhalten, mit brennenden Kerzen die Lichterprozession zu begleiten. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Georg Römer begleitete den Umzug musikalisch. Die Abordnungen der Vereine nahmen mit ihren Fahnen genauso am Umzug teil wie Höchstadts Bürgermeister Gerald Brehm (JL) und die Kommunionkinder der Pfarrei.
Grenzenlose Liebe
Mitgetragen wurde von sechs Frauen auch die historische Marienfigur der "Immaculata Conceptio". Der Muttertagsmonat Mai wird in der Tradition der katholischen Kirche nämlich zu Ehren der Mutter Maria mit Maiandachten besonders akzentuiert. Eine solche Andacht ging der Lichterprozession denn auch in der Stadtpfarrkirche voraus. Dabei lenkte Dekan Kilian Kemmer den Blick auf Maria als eine Frau, die sich "von der unendlichen Liebe Gottes beeindrucken ließ und die Grenzenlosigkeit dieser Liebe in Freud und in Leid gleichermaßen spürte". Kemmer erinnerte zudem daran, dass auf den Tag genau vor 100 Jahren das Fest "Maria, Schutzfrau Bayerns" (Patrona Bavariae) auf den 1. Mai verbindlich eingeführt wurde.
Mit marianischen Chorälen umrahmte Reinhard Döring an der Weise Orgel der Stadtpfarrkirche die Maiandacht. Die Maiandachten in diesem Jahr werden wegen der beginnenden Kirchenrenovierung nur am Donnerstag, 4. Mai, um 19 Uhr in der Stadtpfarrkirche stattfinden können. Ansonsten finden sie jeden Dienstag und Donnerstagabend in der Spitalkirche St. Anna statt.
LM