Für die Jahre 2020 und 2021 konnte wegen der Corona-Pandemie die Jahresversammlung der Jagdgenossenschaft nicht stattfinden. So trafen sich 22 Jagdgenossen im Gasthaus "Bärenburg" um Rückschau zu halten. Jagdvorsteher Franz Hillenbrand nannte zunächst wesentliche Zahlen: Die jagdbare Fläche der Gemarkung Haard ist 424,65 Hektar groß, davon seien 210 Hektar Wald, sowie 907 Flurstücke und 444 Grundstückseigentümer.

Im Berichtszeitraum 2019 bis 2021 seien nur geringfügige Wildschäden gemeldet worden, die alle einvernehmlich ohne größere Schadensforderungen geregelt wurden.

Die Verbissbelastung wurde mit Einhaltung der geforderten Rehwildabschusszahlen entgegen gewirkt. Im neu erstellten forstwirtschaftlichen Gutachten für 2022/23/24 sei die Verbisssituation als tragbar begutachtet worden. Der Drei-Jahres-Abschussplan bleibe unverändert. Die Anlage von Wildäcker und Blühstreifen durch die Jägerschaft kommen Wild, Insekten und Vögeln zu gute. Hillenbrand stellte fest, dass die Zusammenarbeit mit der Jägerschaft sehr gut sei und das Jagdrevier waidgerecht bejagd, hervorragend gehegt und gepflegt werde. Der digitale Jagdkataster sei auf den neuesten Stand und werde über den Bayerischen Bauernverband gepflegt und aktualisiert. Schriftführer Ewald Kiesel verlas das Protokoll der letzten Versammlung und Reiner Hillenbrand erläuterte den Kassenstand der letzten zwei Jahre. Kassenprüfer Frank Hofmann bestätigte eine vorbildlich geführte Kasse, die Versammlungsteilnehmer erteilten einstimmig Entlastung.

Einstimmig beschloss die Versammlung der Kirche Haard für die Anschaffung der neuen Knie- und Sitzbänken 500 Euro und der Gemeinde einen Zuschuss von 2000 Euro für die Reinigung der Flurgräben zukommen zu lassen. Jagdpächter Frank Hofmann beantragte die Verlängerung des Jagdpachtvertrages für die nächsten neun Jahre, vom 1. April 2023 bis 31. März 2032. In geheimer Abstimmung wurde der Antrag einstimmig angenommen. Die übrigen Bestimmungen des Jagdpachtvertrages bleiben unberührt. Über die Deckelung des Wildschadenersatzes wurde ebenfalls geheim abgestimmt. Danach trägt Jagdpächter Frank Hofmann weiterhin Wildschäden bis 800 Euro. Beträgt der Wildschaden über 800 Euro im Jahr, so wird die Wildschadenshöhe über ab dieser Summe je zur Hälfte von Jagdpächter und Jagdgenossenschaft getragen. Dieser Beschluss ist auf drei Jahre begrenzt, also bis zum 10.Mai 2025. 2. Bürgermeister Edgar Thomas stellte fest, dass die Jagd in Haard in guten Händen sei und gutes Einvernehmen mit der Gemeinde bestehe. Das Verbissgutachten wegen der Aufforstung sei tragbar.

Kritik an freilaufenden Hunden

Jagdpächter Frank Hofmann erläuterte den Abschussplan für Rehwild und freute sich über den zunehmenden Rebhühnerbestand. Unverständnis bestehe jedoch über Hundebesitzer, die im Wald und freier Landschaft ihre Hunde nicht an die Leine nehmen und Wildtiere zu tote hetzen. kki