Der Schulverband Elfershausen-Fuchsstadt-Hammelburg arbeitet im Sektor Ganztagsbetreuung weiterhin in abgeänderter Form mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zusammen. Künftig wird die Johannes-Petri-Schule die Dienste des Anbieters in der angestrebten Offenen Ganztagsbetreuung wahrnehmen.

Eine Belegung in der Offenen Ganztagsbetreuung ist von Montag bis einschließlich Donnerstag bis jeweils 15.30 Uhr möglich, informierte Schulleiterin Brigitte Dehe. Bisher gab es an der Petri-Schule die Gebundene Betreuung, kombiniert mit der verlängerten Mittagsaufsicht. Wie die Bezeichnung aussagt, handelt es sich bei der gebundenen Form um einen verpflichtenden Status: Wer angemeldet war, musste auch an allen Tagen präsent sein. Dies ist bei der offenen Variante nicht gegeben. Hier können Schüler auch für einzelne Tage gemeldet werden. Auch davon sind Ausnahmen möglich, falls familiäre oder persönliche Gründe den Vorrang haben. Die Regelung, die für die genannten vier Wochentage gilt, bezieht den Freitag nicht mit ein. Sollte eine Familie diesen zusätzlich buchen, wirft sich die Frage der Beförderungsmöglichkeit zur Schule auf. Sie müsste vom Sachaufwandsträger bezahlt werden.

Den AWO-Bezirksverband und sein breitgefächertes Betätigungsfeld stellte Sabine Kreißl, Referentin für Schulkinderbetreuung, vor. Die Institution, die sich schon bisher als verlässlicher Partner empfahl, will qualitativ hochwertige Arbeit mit gut ausgebildeten Mitarbeitern leisten. Im Fokus stehen Freizeitangebote, Sport, vor allem aber ein friedliches Miteinander. Ziel von Projekten - beispielsweise ein "Waldtag" - ist die Stärkung des Selbstbewusstseins, das Erlernen von Eigenverantwortung und das Erleben in der Gemeinschaft. Die Erledigung von Hausaufgaben ist für eine Stunde in kleinen Gruppen möglich, jedoch nicht zu verwechseln mit Nachhilfe im eigentlichen Sinne. Bei der Verpflegung können angemeldete Kinder zwischen einer warmen Mahlzeit und einer Brotzeit entscheiden.

Die Kosten belaufen sich in etwa in den Grenzen der bisherigen Ganztagsbetreuung, die staatliche Förderung erhält. Überplanmäßige Kosten sind vom Schulverband zu tragen, so Schulverbands-Vorsitzender und Bürgermeister Johannes Krumm. Wie das Konzept in Zeiten der Corona-Pandemie realisiert werden kann, ist noch vage, solange Distanz-, Wechsel- und Präsenzunterricht Bestand haben. Referentin Kreißl will in diesem Fall digitale und fernmündliche Unterstützung sowie Notbetreuung anbieten.