Gute Lebensmittel aus der Region - das hat sich die jüngst gegründete Öko-Modellregion Obermain-Jura auf die Fahnen geschrieben. Sie umfasst den gesamten Landkreis Lichtenfels und anschließende Gebiet...
Gute Lebensmittel aus der Region - das hat sich die jüngst gegründete Öko-Modellregion Obermain-Jura auf die Fahnen geschrieben. Sie umfasst den gesamten Landkreis Lichtenfels und anschließende Gebiete aus dem Landkreis Bamberg, namentlich die Gemeinden Königsfeld, Scheßlitz, Stadelhofen, Wattendorf und Zapfendorf. Interessenten können ihren Bedarf anmelden, was die Initiierung von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften und die Zertifizierung anbelangt. Darüber informiert jetzt das Landratsamt Lichtenfels in einer Pressemitteilung.
In Bayern gibt es aktuell 27 Öko-Modellregionen. Die Bayerische Staatsregierung verfolgt damit ein "mehr" an ökologischem Landbau in der Region zum Wohl der Landwirte und der Landschaft. Das ist auch das Ziel, dem sich die lokalen Initiatoren der Öko-Modellregion Obermain-Jura verpflichtet sehen. Dabei sind sowohl die Erzeuger als auch die Verarbeiter, Vermarkter und Verbraucher angesprochen.
Das Team des neu eingerichteten Projektmanagements besteht aus dem Lichtenfelser Kreisobmann Michael Bienlein, dem Leiter der Umweltstation Weismain, Michael Stromer, und der Projektleiterin Bianca Faber. Eine Lenkungsgruppe mit Vertretern der beteiligten Kommunen und Verbände steht beratend zur Seite. Das Projektbüro befindet sich im Landratsamt Lichtenfels.
Informationen können online (www.oekomodellregionen.bayern/oeko-modellregion/obermain-jura/) oder direkt bei Projektmanagerin Bianca Faber unter der Telefonnummer 0173/3178470 eingeholt werden. Im Internet ist auch ein Fragebogen für Landwirte hinterlegt, die darin ihr Interesse an der Mitwirkung bekunden können.
In den nächsten Monaten wird es vor allem darum gehen, welche Strukturen für mehr "bio" und "regio" zu schaffen sind, lassen die Verantwortlichen wissen. Dabei ist beispielsweise an die Gründung von Erzeugergemeinschaften, zum Beispiel für Weiderinder oder Gemüse, die Initiierung von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften (Solidarische Landwirtschaft) und die Bio-Zertifizierung von Streuobstbäumen mit entsprechender Vermarktung des Obstes gedacht.
Neben den Landwirten sind der Mitteilung des Landkreises zufolge auch alle Küchen-Verantwortlichen von Einrichtungen mit Gemeinschaftsverpflegung sowie alle Gastronomen und Caterer angesprochen und eingeladen, ihre Bedarfe zu melden und entsprechende Erzeugungs- und Verarbeitungsstrukturen mitzugestalten. Gleiches gilt für Bäcker, Metzger, Gärtnereien und den Lebensmittelhandel, nach dem Motto: "Ökologisch und regional - für ein echtes Miteinander". red