Eine gut bebilderte und textlich informative Lichtbildpräsentation untermalte das lebendige und vielseitige Gemeindeleben der Kommune von Obertrubach. Bürgermeister Markus Grüner (CSU) begrüßte dazu in der Begegnungsstätte St. Elisabeth zur Bürgerversammlung. Er zog dazu eine durchweg positive Bilanz.
Zurzeit sind 24 Asylsuchende in Obertrubach untergebracht, davon 15 Männer, fünf Frauen und vier Kinder. Sie sind mittlerweile weitgehend autark und seien oft mit dem Bus unterwegs Richtung Forchheim.
Bis dato in diesem Jahr verzeichnet die Gemeinde 17 Geburten und 23 Sterbefälle, dazu 13 Trauungen und Eheanmeldungen. Mit Willi Müller hat die Kommune einen weiteren Ehrenbürger.
In der Verwaltung gab es ein reges Stühlerücken, einen Generationswechsel. Geschäftsleiter Ulrich Meierhöfer übernahm das Amt von Peter Helldörfer, die einschneidendste Maßnahme. Kein Blatt vor den Mund nahm Bürgermeister Grüner mit Blick auf die zurückliegenden Bundestagswahlen. Obertrubach machte keine Ausnahme beim Wählerverhalten Richtung rechter Rand.
Groß in den Mittelpunkt des Interesses rückt das Projekt neuer Dorfladen, der alte schloss im zurückliegenden Monat. Nach fachlicher Beratung tagte bereits dreimal ein Arbeitskreis unter Leitung von Thomas Laitsch. Eine besondere Herausforderung stellt die Suche nach einem geeigneten Raum dar. "Es gibt Schlimmeres in einer Gemeinde als zu viele Kinder zu haben", meinte Markus Grüner mit Hinblick auf den Zwang der Kindergartenerweiterung St. Marien. Die Einschulungen zwischen 2018/2019 und 2023/2024 werden sich voraussichtlich zwischen 27 und 18 Kindern bewegen.
Grüner verwies auf zahlreiche Baumaßnahmen. Das stillgelegte Café Regina konnte für 150 000 Euro im Rahmen einer städtebaulichen Maßnahme erworben werden. Neben Kanälen und Gehwegen wird vor allem die Dorferneuerung Wolfsberg als Großprojekt in den nächsten zwei Jahren die Aufmerksamkeit der Gemeinde fordern. Die Planung ist so weit abgeschlossen, die Baumaßnahmen mit der Verlegung der Trubach werden im Frühjahr 2018 beginnen. Erleichternd ist die Tatsache, dass die Durchgangsstraße vom Staat finanziert wird, also die Anwohner nicht belastet.
Beeindruckend zeigt sich für den Bürgermeister das vielseitige Zusammenwirken im Bereich Kirche, Kultur und Brauchtum auf. Die "Ewige Anbetung" erfährt wachsenden Zuspruch. Die Politische Gemeinde wie auch Pfarrer Werner Wolf wollen daraus keinen Tourismus generieren, sondern den christlichen Sinn bewahren. Als Gegenbeispiel nannte Grüner "die von Kommerz geprägte Veranstaltung in Pottenstein".