Neben einigen Bauanträgen befasste sich der Obertrubacher Gemeinderat mit der Anbringung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses. Die Gemeinde ist Mitglied im sogenannten Energieeffizienz-...
Neben einigen Bauanträgen befasste sich der Obertrubacher Gemeinderat mit der Anbringung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rathauses.
Die Gemeinde ist Mitglied im sogenannten Energieeffizienz-Netzwerk für Kommunen im Landkreis Forchheim, das vom Institut für Energietechnik (IFE) an der Technischen Hochschule Amberg-Weiden betreut wird und als kommunales Netzwerkprojekt eine Förderung entsprechend der Richtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erfährt.
Solarstrom vom Rathausdach
Die Gemeinde hat dem Institut vier Einzelmaßnahmen zur Prüfung genannt, darunter die Ausarbeitung eines Konzeptes zur Nutzung der Dächer des Rathauses und des nebenstehenden Mehrzweckhauses zur Erzeugung von solarem Strom mittels einer Photovoltaikanlage. Eine Studie sollte dazu zunächst das technische Konzept ausarbeiten und darauf aufbauend schließlich die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme bewerten. Diese Studie wurde dem Gemeinderat nun vorgelegt und von Bürgermeister Markus Grüner (CSU) erläutert: Zwar sei der Ertrag der Anlage mit knapp 900 kWh/kWp nicht "überwältigend", aber die hohe Stromeigennutzung von über 50 Prozent könne als "sehr positiv" beurteilt werden.
Auch die Vermeidung eines Ausstoßes von sieben Tonnen CO2 im Jahr müsse laut Bürgermeister Grüner in die Betrachtung einfließen. Aus wirtschaftlicher Sicht könne die Anlage gemäß der Studie als tragfähig bezeichnet werden, wobei die Amortisationszeit bei Anschaffungskosten von rund 20 000 Euro etwa 16 Jahre betragen werde.
Bürgermeister Grüner stellte fest, dass die Gemeinde in Sachen Klimaschutz auch eine gewisse Vorbildfunktion habe, der es gerecht zu werden gelte. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, eine PV-Anlage auf den Dächern beider Gebäude anbringen lassen zu wollen, und beauftragte die Gemeindeverwaltung, die Installation der Photovoltaikanlage vorzubereiten und entsprechende Angebote einzuholen. Nachdem vorher eine Prüfung des Daches sinnvoll erscheine, könnte sich die Ausführung wohl erst im kommenden Jahr realisieren lassen.
Nachdem dem Gemeinderat in der Februar-Sitzung von einem Stadtplaner vom Büro RSP aus Bayreuth alles Wissenswerte zum Thema Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept (Isek) vermittelt worden war, beschloss das Gremium nun einstimmig, ein solches Konzept erstellen lassen zu wollen und dabei den räumlichen Umfang nicht nur auf den Hauptort zu beschränken, sondern das ganze Gemeindegebiet in die Betrachtung einzubeziehen.
Die in einem Isek zu bearbeitenden Handlungsfelder wie der Tourismus oder die Siedlungsentwicklung sollen aufgrund der Vorschlagsliste des Büros RSP mittels eines Punktevergabesystems bis zur nächsten Sitzung festgelegt werden. red