Wegen starker Schäden ist eine Staatsstraße im Kreis Coburg aktuell vollständig gesperrt. Vor Ort machte ein Passant am Dienstag (7. Juli 2026) eine ungewöhnliche Beobachtung.
Durch extreme Hitze und starke Sonneneinstrahlung ist die Asphaltschicht auf der Staatsstraße St 2708 zwischen Fürth am Berg und Wörlsdorf (Kreis Coburg) in der letzten Juni-Woche stark beschädigt worden. Wie das Staatliche Bauamt Bamberg mitteilt, ist der Asphalt an mehreren Stellen aufgeschmolzen und hat sich durch den Fahrzeugverkehr von der darunterliegenden Schicht gelöst.
Dadurch seien starke Risse, Schadstellen und Verdrückungen entstanden, weshalb die Straße aktuell bis auf Weiteres vollständig gesperrt ist. Der betroffene Streckenabschnitt soll nun so schnell wie möglich saniert werden. Am Dienstag (7. Juli 2026) hat ein inFranken.de-Leser vor Ort eine skurrile Beobachtung gemacht und sich damit an unsere Redaktion gewendet.
St 2708 im Kreis Coburg: Autofahrer will Sperrung umgehen - "versuchte Minuten, daran vorbeizukommen"
"Gestern bei meinem Abendspaziergang stand ein Pkw plötzlich auf dem Wald-Fußweg in Wörlsdorf und kam an den Metallbegrenzungen nicht vorbei", berichtet er am Mittwoch (8. Juli 2026) gegenüber inFranken.de. "Er muss also von Fürth am Berg aus kommend zunächst über den befestigten Feldweg und dann über den maximal zwei Meter breiten Erd-Wald-Weg gefahren sein, um die Straßensperrung direkt daneben zu umgehen", vermutet er. Dann sei er jedoch nicht mehr weitergekommen.
"Er kam nicht mehr raus, da dort die Begrenzungen standen", schildert er seine Beobachtung. "Ein Anwohner sagte zu mir, das Auto versuche schon seit zehn Minuten, daran vorbeizukommen", berichtet er. Kurz darauf habe der Fahrer den Rückwärtsgang eingelegt, auf halber Strecke in der Wiese gewendet und sei anschließend den ganzen Weg zurück nach Fürth am Berg gefahren. Unsere Kollegen vom Fränkischen Tag haben mit einem Tankwart aus Fürth am Berg gesprochen. Für ihn wird die Straßensperrung zunehmend zur existenziellen Bedrohung (Plus).
Nach Angaben des Staatlichen Bauamts Bamberg müsse der Streckenzug aufgrund des Fahrbahnzustands auch weiterhin voll gesperrt bleiben. Die Vergabe für eine Sofortmaßnahme zur Sanierung des betroffenen Streckenabschnitts werde jedoch bereits vorbereitet. Aufgrund der laufenden Bau-Hochsaison könne die Auftragsvergabe an eine verfügbare Baufirma aktuell aber etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen. Ziel sei es dennoch, mit dem Bau im August zu beginnen. Die Arbeiten sollen dann "so schnell wie möglich und möglichst im Zeitraum der bayerischen Sommerferien" durchgeführt werden.
Bis dahin wird der Verkehr wie folgt umgeleitet: Ab 13. Juli 2026 verläuft die Umleitung vom Kreisverkehr westlich von Mitwitz zunächst über die St 2208 zur B 303 neu. Anschließend wird der Verkehr bei Sonnefeld über die Kreisstraße CO 11 auf die St 2206 in Richtung Fürth am Berg geleitet. Die Umleitung in Fahrtrichtung Mitwitz erfolgt in umgekehrter Reihenfolge über die St 2206, die Kreisstraße CO 11 sowie die B 303 neu zurück zur St 2208 und von dort zum Kreisverkehr westlich von Mitwitz. Weitere Nachrichten aus dem Kreis Coburg findet ihr in unserem Lokalressort.