Oberlindach — Wie gewohnt zügig ging die Versammlung der Freiwilligen Feuerwehr des Weisendorfer Ortsteils über die Bühne. Ewald Fießelmann wurde für seine 40-jährige Vereinsmitgliedschaft und ebenso lange aktive Dienstzeit vom Verein geehrt. Das Ehrenzeichen in Gold wurde ihm bereits beim Ehrungsabend des Marktes Weisendorf von Landrat Alexander Tritthart (CSU) und Kreisbrandrat Matthias Rocca überreicht.

Auch dem langjährigen ersten Vorsitzenden Friedrich Reinl und seiner Stellvertreterin Roswitha Hertlein galt ein besonderer Dank des Vorsitzenden Axel Leutbecher. "Ohne Euch würde es die Oberlindacher Feuerwehr heute nicht mehr geben", erklärte der Vorsitzende unter Beifall bei der Übergabe eines Geschenkes.

Glückwünsche und einen Dank gab es auch vom Zweiten Bürgermeister Karl-Heinz Hertlein (CSU). Er hatte auch eine freudige Nachricht dabei: Der Wunsch nach einem Löschfahrzeug sei im Rathaus angekommen und nach einem Umbau des Feuerwehrgerätehauses werde eine mögliche Beschaffung im Marktgemeinderat beraten werden.

Von den Vereinsveranstaltungen berichtete Vorsitzender Axel Leutbecher. So sei die Schlachtschüssel, das Johannisfeuer und das Grillfest auch dank des guten Wetters von den Mitgliedern und der Bevölkerung sehr gut besucht gewesen und die Silvesterparty habe bis zum nächsten Tag gedauert. Mit einer positiven Auswirkung auf die Kassenlage, was anschließend Kassier Ewald Fießelmann in seinem Kassenbericht betonte. Deshalb wird auch in diesem Jahr wieder zu den beliebten Veranstaltungen eingeladen und wenn es genügend Mitreisende gibt, wird auch ein Tagesausflug organisiert.

Sechs Einsätze

Kurz war der Bericht des Kommandanten Simon Ort zu den Einsätzen der 25 Aktiven der Feuerwehr, die sechs Mal alarmiert wurden. So hatte ein Traktor Feuer gefangen, was bei den Temperaturen im Sommer nicht ungewöhnlich, aber enorm gefährlich war. Ein Übergreifen der Flammen auf eine angrenzende Hecke konnte mit Unterstützung der Kollegen aus Weisendorf und Höchstadt verhindert werden. Weitere Alarmierungen betrafen eine Wohnungsöffnung ebenso wie einen First Responder Einsatz.

Ein wesentlich angenehmer Einsatz war dagegen die Absicherung des ERH-Vitallaufes, am Acantus Hotel, der direkt vor dem Feuerwehrgerätehaus startet und auch endet. Für die Dauer des Laufs wurden die Straßen in und um Oberlindach gesperrt, damit die Läufer keinen Fahrzeugen in die Quere kamen.

In den Berichten erwähnten der Vorsitzende und der Kommandant, dass die Aktiven oft von den passiven Mitgliedern unterstützt werden. Sie springen als ehemals aktive Feuerwehrleute mit ihrem ganzen Können und Wissen vor Ort in die Bresche, wenn es im Dorf Alarm gibt und mancher Kollege fehlt. In einer funktionierenden Dorfgemeinschaft sei diese gegenseitige Hilfe in Oberlindach aber eine Selbstverständlichkeit.

Stolz zeigte sich der Kommandant auch darüber, dass alle Feuerwehrleute ausgebildet seien, wenn die laufende Modulare Truppausbildung (MTA) mit zehn Teilnehmern aus Oberlindach abgeschlossen ist. In den nächsten Wochen wird zudem in Oberlindach ein Erste-Hilfe-Kurs starten, an dem neben den Feuerwehrleuten auch Interessierte aus dem Dorf teilnehmen können.