Ein weiterer Landkreisbürger ist an einer Corona-Infektion gestorben. Damit stieg die Zahl der Todesfälle seit Ausbruch der Pandemie auf 102. Zudem wurden bis gestern Nachmittag 43 weitere positive Coronavirus-Fälle im Landkreis Kulmbach bestätigt.

Von den aktuell Infizierten haben sind 145 in die letzten sieben Tage positiv getestet worden. Der aktuelle Sieben-Tage-Inzidenzwert pro 100 000 Einwohner für den Landkreis Kulmbach beträgt damit 202,61.

In den Teststrecken der Kulmbacher Abstrichstelle wurden gestern unterdessen 339 weitere Testungen durchgeführt. Im Klinikum werden derzeit 25 Corona-Patienten stationär betreut, neun von ihnen intensiv. 673 Landkreisbürger befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Ministerpräsident Markus Söder hat gestern verkündet, dass weitere Öffnungen oder Modellprojekte derzeit noch nicht in Frage kommen (siehe Bericht auf Seite 1). "Ich halte diese Entscheidung unseres Ministerpräsidenten und des Ministerrats für richtig", erklärt dazu Landrat Klaus Peter Söllner (FW). "Bei einer nach wie vor hohen Inzidenz in weiten Teilen Bayerns und Oberfrankens ist keine Zeit für Experimente. Auch die Umsetzung möglicher Modelle in Richtung Öffnung sind deshalb aktuell nicht auf der Tagesordnung."

Für MdL Rainer Ludwig (FW) ist die mögliche Perspektive eines Modellprojekts in Kulmbach "nicht aufgehoben, lediglich aufgeschoben". Er sieht sogar eine Chance für Kulmbach als Bewerber:  "Sollte der Rückgang der Corona-Werte der letzten Tage weiter anhalten, dann wäre das Kulmbacher Land in rund zwei Wochen womöglich auch im Bereich der relevanten maximalen Inzidenz von 150", schreibt er in einer Pressemitteilung.

Mehr Infos finden Interessierte unter www.landkreis-kulmbach.de/coronavirus. red